HTTP-Fehlercode 451: Site blocked for Legal Reason
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Schon im vergangenen Jahr hat Google-Mitarbeiter Tim Bray bei der IETF (Internet Engineering Task Force) den Vorschlag eingereicht, staatlich zensierte Inhalte im Netz sichtbar zu machen. Mittlerweile wurde das dritte Memo eingereicht. Wenn zum Beispiel pornographische Inhalte aufgrund britischer Gesetze gesperrt werden, sollte dem Besucher der HTTP-Fehlercode 451 angezeigt werden.

Grund dafür ist nicht, dass der erotiksuchende Engländer weiß, warum er plötzlich keine Pornos mehr findet. Sinn und Zweck dieser Sache ist, Internet-Zensur sichtbar zu machen. Vor allem in China werden viele Websites, die politische Meinungen vertreten, gesperrt bzw. können nicht einmal über die Google-Suche gefunden werden. Über den Error 451 wäre es Google zumindest möglich, die Existenz gesperrter Seiten auf der Ergebnis-Seite zu signalisieren.

Das Problem an der ganzen Sache ist nur, dass die Einbindung des Fehlercodes optional ist und somit vom Staat unerwünschte Websites weiterhin im Verborgenen bleiben würden. Die Seite http://www.451unavailable.org/ möchte die Verbreitung des Anti-Zensur-Codes deshalb unterstützen und ermutigt ihre Besucher, aktiv zu werden. Wer also von dem Thema Zensur im Netz betroffen sein sollte, kann hier professionelle Hilfe und Unterstützung erwarten.

Aufmacherbild: A regular white reflective speech bubble imprisoned in a square steel cage depicting censorship on an isolated dark background von Shutterstock / Urheberrecht: albund

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