Hyperlapse – der interaktive, virtuelle Städtetrip
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Teehan + Lax erweitern die bisher bekannten Google StreetView-Funktionen um ein Online-Tool, mit dem User eine Stadt auf eine ganz neue Art und Weise erkunden können: Hyperlapse. Dabei setzt das Tool Streetview-Bilder einer benutzerdefinierten Route zu einer Kamerafahrt zusammen, bei der sich die Perspektive um 360 Grad langsam dreht. Auf diese Weise erhält der User einen umfassenden Eindruck von den Örtlichkeiten. Sollte etwas auf dem Trip zum Verweilen einladen, kann der User dies durch die Betätigung der Leetaste veranlassen und den Trip unterbrechen. Alles, was man dazu benötigt, sind Hyperlapse und Google Maps.

Um ihr Programm vorzustellen, haben die Macher ein Beispielvideo ins Netz gestellt, dass auf beeindruckende Weise das Potenzial der App unter Beweis stellt.

Da das Tool auf Street-View-Bilder zurückgreift, kommen die vollen Funktionen natürlich am besten in Ländern zum tragen, für die Google landesübergreifende Aufnahmen besitzt, wie zum Beispiel den USA. So bietet das Programm beispielsweise für den Times Square ein beeindruckendes Video. Das besondere dabei ist, dass nicht nur das Gefühl erweckt wird, man fahre tatsächlich durch New York, sondern dass man außerdem mit der Maus den Blickwinkel verändern kann; nach oben, unten rechts oder links.

Für eine virtuelle Tour durch Deutschland hingegen eignet sich das Tool nur mit großen Abstrichen, da Google hierzulande keine Berechtigung besitzt, Street-View-Fotos von deutschen Städten aufzunehmen und zu archivieren. Bereits vor 3 Jahren stand Google mit Street View durch die potenzielle Verletzung von Persönlichkeitsrechten in der Kritik deutscher Datenschützer. Die öffentlich geführte Debatte, bei der sich auch Angela Merkel zu Wort meldete, führte schließlich zur Einstellung des Dienstes in Deutschland. Zwar ist die Nutzung von Street View hierzulande noch immer möglich, doch greift der Dienst auf alte Daten der 20 deutschen Städte zurück, die nun nicht mehr aktualisiert werden und so eignet sich Hyperlapse höchstens für eine nostalgische Tour durch ausgewählte deutsche Großstädte.

In den selbst erstellten Videos wird die Qualität bewusst auf höchstens 60 Frames pro Animation begrenzt, auf GitHub ist jedoch der Quellcode frei zugänglich, sodass auch Programme mit besserer Qualität geschrieben werden können.

 Quelle Aufmacherbild: vimeo.com

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