iMessage für Android – es funktioniert! [UPDATE: VORSICHT!]
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Geht es um ihr geliebtes iPhone, sprechen Fans häufig von unverzichtbaren Features, die sie an das Gerät binden. Da wäre zum Beispiel der Fotostream, der neuerdings nicht nur Fotos, sondern auch Videos für die Abonnenten freigibt und nicht zu vergessen: iMessage. Zugegeben, iMessage ist durch die universale Messaging-Anwendung WhatsApp relativ einfach ersetzbar, dennoch haben nun auch Android-Nutzer mit der iMessage Chat App die Möglichkeit, sich in Apples Ökosystem reinzuschummeln.

Mit einem Kollegen habe ich das Ganze mal zusammen mit einem iPhone 4s (iOS 7) und einem Google Nexus 4 (Android 4.3) getestet. Dazu musste zunächst die iMessage Chat App auf dem Androiden installiert und eingerichtet werden. Dazu gehört auch die Eingabe einer gültigen Apple ID. Android User, die vorher noch nie in Kontakt mit Apple gekommen sind, können sich vor der Verwendung hier eine kostenlose Apple ID erstellen. Nach Abschluss des Setups funktionierte die Kurznachrichtenübermittlung einwandfrei. Kontakte aus dem Adressbuch, die iMessage verwenden, werden in einer Liste angezeigt, man kann aber auch manuell iMessages an seine Kontakte senden – via E-Mail-Adresse oder der Mobilfunknummer (Länderkürzel +49 nicht vergessen!)

Einziges Manko: Das LED des Nexus 4 blinkte im Test beim Empfang einer iMessage nicht auf. Die Push-Funktion funktionerte hingegen einwandfrei.

UPDATE: VORSICHT VOR DIESER APP!

Kurz nach dem Release der App hat sich der bekannte iOS-Hacker Jay Freeman (alias Saurik) zu der App geäußert, denn er hat einen genaueren Blick unter die Haube geworfen, um rauszufinden, wie die Applikation das proprietäre Protokoll von iMessage nachahmen und Apples Server davon überzeugen kann, dass auf einem Android-Gerät iOS läuft. Freemans Meinung zufolge kommuniziert die App nicht direkt mit den Apple-Servern, sondern leitet den gesamten Traffic an den Server des App-Entwicklers nach China weiter. Von dort aus wird der Traffic dann an die Apple Server geleitet. Der Server des Entwicklers scheint sich als Mac Mini auszugeben und erlaubt der App auf diesem Weg die ID-Checks von Apple zu umgehen. Das bedeutet allerdings auch, dass wann immer ein User sich in der App authentifiziert, seine Login-Daten von der App an den Server des App-Entwicklers geschickt werden, um danach für die Authentifizierung bei Apples iMessage System benutzt zu werden.

Das alles bedeutet, dass die Nutzung der App eine gehörige Portion Gefahr mit sich bringt, denn Eure Login-Daten könnten auf dem Server des Entwicklers gespeichert werden. Und welche Gefahren ein gestohlene Apple ID, womöglich mit dazu gespeicherten Zahlungsinformationen bedeutet, müssen wir Euch nicht erklären. Wer die App bereits genutzt hat, sollte unbedingt das Passwort zu seiner Apple ID ändern!


android imessage
©Software & Support Media



Aufmacherbild: Robot hand with green apple on isolated white background von Shutterstock / Urheberrecht: Oliver Sved

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