Internet of Things: Alltag und Datensicherheit
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Am Dienstag, den 18. März 2014, startete die Vortragsreihe der MobileTech Conference 2014 unter anderem mit Spannendem aus dem Bereich des Internet of Things, also der smarten „Dinge“.
 
Sven Haiges von hybris GmbH sprach in seinem Vortrag über die neuen Möglichkeiten des IoT, die Herausforderungen und das akute Problem mit der Datensicherheit in der vernetzten Welt.
Sicherlich haben schon viele von dem Begriff IoT gehört. Da war doch diese internetfähige Kaffeemaschine, oder der smarte Kühlschrank, der dafür sorgt, dass der Besitzer morgens nicht ohne Milch für seinen Kaffee dasteht, weil diese alle ist – der Kühlschrank bestellt diese einfach automatisch nach. 
Doch noch scheitert es an der Alltagstauglichkeit. Der Prozess der Vernetzung der eigenen vier Wände läuft langsamer, als es vor Jahren noch prognostiziert wurde, dennoch gibt es spannende Entwicklungen im Bereich der smarten Haushaltsgeräte, Wohnungen und Autos. 

Arduino, Rasperry Pi, BeagleBone und Crowdfunding-Plattformen

Diese Entwicklungen werden besonders dank günstiger Prototyping-Boards wie Arduino, Rasperry Pi oder BeagleBone vorangetrieben. Ein anderer wichtiger Aspekt sind solche Crowdfunding-Plattformen, wie beispielsweise der Kickstater. Hier kann jeder Entwickler, auch Amateur, seine Idee dem Publikum präsentieren und – vorausgesetzt sein Produkt kommt an – liefert die Crowd auch schnell die finanzielle Grundlage für neue Experimente.
 
Sven Haiges, der sich beruflich mit Software auseinandersetzt, hat 2013 angefangen, mit Hardwear für ein smartes Zuhause zu experimentieren, mit der Welt der Connected Things. Wichtig ist für ihn die Erkenntnis, dass die Welt im Screen interessant ist, aber auch draußen gibt es viele spannende Dinge. Die Interaktion zwischen dem Screen und der Außenwelt ergibt einen neuen spannenden Blick über den „Screenrand“ hinaus. 
 

Internet of Things weitet sich aus

IoT ist nicht mehr nur „ein Ding, das adressierbar ist“, zum Beispiel mithilfe eines QR-Codes. Mittlerweile kommunizieren Gegenstände nicht nur mit der Cloud, sondern man geht den nächsten Schritt und verbindet Dinge auch miteinander. Oft ohne eine direkte Internet-Verbindung, sondern beispielsweise über das Smartphone, wie das bei Fitbit oder Jawbone Up der Fall ist. 
 
Internet of Things steckt noch in den Kinderschuhen und bringt viele Challenges mit sich. Eine davon ist die Frage nach der Datensicherheit. Heute zittern Online-User um ihre WhatsApp-Chats und Skype-Nachrichten und wechseln, ganz misstrauisch, zu Threema, weil Facebook verkündet hat, den beliebten Instant-Messaging-Dienst WhatsApp für beeindruckende 19 Milliarden US-Dollar aufgekauft zu haben. Doch wie sieht es mit Datensicherheit aus, wenn die Heizung smart ist und die Türen des Eigenheimes mit intelligenten Sensoren ausgestattet sind. Wird man als Consumer nicht zu einem transparenten Menschen, einer Zielscheibe für Hackerangriffe jeglicher Art? Hier redet man über eine ganz andere Dimension der Verantwortung, mit der es behutsam umzugehen gilt. Auf die aus dem Publikum kommende Frage nach Datenklau und Hacker-Gefahren bemerkt Sven Haiges:
Hat man was „ganz Kritisches“ zuhause, sollte man das Gerät vorsichtshalber nicht mit dem Internet verbinden.
Internet of Things hat noch einen sehr langen Weg vor sich bis die Prototypen es zu Massentauglichkeit schaffen. Doch dank der Offenheit des Internets und dem aktiven Einbinden der Crowd in den Entwicklungsprozess, wird unglaubliche Kreativität freigesetzt und wer weiß, womöglich ist die Zeit  reif für den smarten Alltag.
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