Internet-Traffic in den USA: Video-Streaming holt sich den Bärenanteil
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Die Firma Sandvine Network Analytics hat den Internet-Traffic in den USA analysiert. Danach macht Real-Time-Entertainment, also Video-Streams à la Netflix über 60 Prozent des Downstreams aus. Die Videostreams werden für die Netzkapazität langsam zum Problem und es sieht nicht gerade danach aus, dass sich unser Datenhunger verringert. Überraschenderweise machen illegale Downloads gar nicht so viel aus. Vielmehr verzichten immer mehr Leute auf das reguläre Fernsehprogramm und bezahlen stattdessen für Video-On-Demand wie eben Netflix, Hulu und andere. 

15 Prozent der Nutzer von solchen Real-Time-Entertainment-Diensten ziehen monatlich über 100 Stunden Videos aus dem Netz. Das mag erschreckend hoch klingen. Wenn man jedoch bedenkt, dass pro Haushalt gemessen wird und ein Haushalt mehrere Individuen und Geräte beherbergen kann, ist die Zahl gar nicht so weit weg von normalem Fernsehen-Konsum.

In den USA steht Netflix mit 34 Prozent des Downstream-Traffics an der Spitze, in einigem Abstand gefolgt von Youtube mit 13,19 Prozent. Filesharing macht 2014 einen nur geringen Teil des täglichen Traffics aus. Lediglich 8,3 Prozent gehen auf die Kappe von BitTorrent und Co., wohingegen es 2008 noch ganze 31 Prozent waren. Auch im mobilen Sektor macht Real-Time-Entertainment einen Großteil des Traffics aus – 40 Prozent. Allerdings sind Youtube und Facebook an der Spitze, dicht gefolgt von normalem Surfen.

© Sandvine

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