Internet Trends 2014 [Mary Meekers]
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Die berühmte Internet-Analystin Mary Meeker, die derzeit für Kleiner Perkins Caufield Byers arbeitet, stellte auf der re/code Code Conference ihren alljährlichen Internet Trends Report vor. Danach steigt die mobile Internetnutzung, Big Data ist weiter auf dem Vormarsch, Buzzfeed dominiert die Social Media Kanäle und wir wollen nirgendwo mehr hinlaufen, um zu konsumieren, sondern am liebsten nur noch von zu Hause aus per Klick. Wir haben die interessantesten Slides aus ihrer Präsentation für euch zusammengefasst. 

Steigende (mobile) Internetnutzung 

Die Anzahl von Geräten, die mit dem Internet verbunden sind steigt nur langsam um weniger als 10 Prozent pro Jahr. Die mobile Internetnutzung mit Smarphones ist indes um mehr als 20 Prozent angestiegen – Tendenz steigend. Das höchste Wachstum wird in weniger erschlossenen Märkten erzielt: Darunter China, Indien, Brasilien und Indonesien. Der mobile Datenverbrauch stieg im Vergleich zum Vorjahr um 81 Prozent, wobei Videos den größten Teil des Traffics ausmachen. 25 Prozent des Internet-Traffics gehen auf mobile Nutzung zurück. Im Jahr 2013 betrug diese noch 14 Prozent. 

Online-Advertising im Aufwärts-Trend

Den größten Zuwachs erfuhr das Werben im Netz im mobilen Sektor mit 47 Prozent. Dennoch macht die Werbung auf mobilen Endgeräten lediglich 11 Prozent der gesamten Werbung im Netz aus. Der Fokus liegt immernoch klar auf dem Desktop-Bereich. Im mobilen Bereich bleibt also noch viel Raum nach oben. Google verdient mit Werbung indes sechs mal soviel an einem User wie Facebook und Facebook zwei Mal soviel wie Twitter.

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20 Prozent der Zeit, die wir am Tag mit den Medien verbringen, widmen wir unseren Smartphones und Tablets. Dabei verbringen wir nur 4 Prozent dieser Zeit mit Online-Werbung. Anders sieht es im Print-Bereich aus. Nur 5 Prozent unserer Zeit verbringen wir mit traditionellen Printmedien wie Magazinen, Zeitungen, Zeitschriften und Katalogen; davon gehen 19 Prozent der Zeit für Werbeanzeigen drauf. 

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Bedrohung durch Cyber-Attacken im Netz nimmt zu

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Lern-Apps und -Dienste erfreuen sich wachsender Beliebtheit

  • Die Sprachenlern-App Duolingo verzeichnet über 25 Millionen Nutzer 
  • Über 35 Millionen Menschen nutzen die App ClassDojo, um Lehrinhalte durch Feedback zu verbessern

Online-Bildung:

  • Der Youtube-Kanal der Khan Academy hat 430 Millionen Views
  • Über 65 Millionen Kurse wurden über iTunes University heruntergeladen
  • Coursera verzeichnet über 7 Millionen aktiver Nutzer

Sharing-Verhalten und Online-Shopping 2014

Wir teilen (rege und viel) unsere Daten lieber mit engen Freunden und Bekannten, als kleine Happen unseres Privatlebens einer großen Community wie bei Facebook zu präsentieren. Instant Messenging Programme erfreuen sich dementsprechend hoher Beliebtheit.

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Wir uploaden und teilen jeden Tag über 1,8 Milliarden Fotos. Das macht einen Zuwachs von 50 Prozent im Vergleich zu 2013 – und wir befinden uns erst im zweiten Quartal des Jahres 2014. Am meisten profitierten die Apps WhatsApp und Snapchat. Über WhatsApp werden 50 Millionen Nachrichten, rund 700 Millionen Fotos und 100 Millionen Videos pro Tag versandt.

Außerdem gehen wir unseren Lieblingsaktivitäten am liebsten von der Couch aus nach. Die Online-Dating-App Tinder verzeichnet 800 Millionen Swipes und generiert 11 Millionen Matches pro Tag.

Sechs Millionen Menschen planen ihre Gast- und Auslandsaufenthalte über Airbnb, das macht einen Zuwachs von 83 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch bei Lebensmitteleinkäufen greifen wir mittlerweile gerne zum Internet. 47 Prozent der Online-Transaktionen bieten kostenlosen Versand, wobei Express-Zustellungen auf dem Vormarsch sind.

Visuelle soziale Netzwerke am beliebtesten

Instagram, Snapchat und Pinterest werden immer größer. Spitzenreiter unter den Drei ist Instagram. Der Dienst könnte sich als Facebooks beste Investition entpuppen. 

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Big Data 

Die Endgeräte, die wir benutzen, haben immer mehr Sensoren, die Daten sammeln und sie ins Netz laden. Das macht die Welt einerseits transparenter und schlägt sich andererseits negativ auf unserer Privatsphäre nieder.

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Big Data wird verwendet, um komplexe Problematiken zu visualisieren und zu lösen. 34 Prozent der Daten im Internet sind „nützlich“, jedoch sind nur 7 Prozent davon ausgewiesen und liegen in einem maschinenlesbaren Format zur weiteren Verarbeitung bereit. Am schnellsten wächst das Internet of Things. Millionen Sensoren und intelligente Systeme sammeln und senden Daten zunehmend in Echtzeit. Lediglich 1 Prozent der im Netz verfügbaren und wichtigen Daten wurden bisher analysiert.

Niedrige Computing- und Cloud-Hosting-Kosten  

Ein Unternehmen zu gründen war nie günstiger als jetzt. Computing-Kosten sind von 1990-2013 um stolze 33 Prozent gefallen. Speicherplatz in der Cloud ist mittlerweile für jedermann erschwinglich. 1 GB Speicherplatz kostete 1992 569 US-Dollar. 2013 beläuft sich der Preis auf durchschnittlich 0,02 US-Dollar pro Gigabyte.

Hier gibt’s die komplette Präsentation zum Durchklicken. Es lohnt sich.

Aufmacherbild: Industry Trends or Business Trending of Data via Shutterstock / Urheber: kentoh

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