Breitbandausbau

Internetgeschwindigkeit in Deutschland immer noch viel zu langsam
Kommentare

Deutsche Bundesbürger surfen im Schneckentempo und die BRD ist im weltweiten Vergleich jetzt sogar auf Platz 31 abgestiegen. Das will das BMVI jetzt ändern und im Rahmen des Breitbandausbaus für schnelleres Internet sorgen.

Internet-Verbindung in Deutschland zu langsam für Weltspitze

Die Internetgeschwindigkeit in Deutschland lässt schwer zu wünschen übrig! Nach dem „State of the Internet Report“ der Firma Akamai liegt Deutschland nur noch auf Platz 31 und ist somit drei Plätze gegenüber dem Vorjahr abgesunken. Bei uns ist man mit schlappen 8,7 Mbit/s im Netz unterwegs.

Verglichen mit asiatischen Staaten ist unsere Internet-Verbindung unterirdisch, in Europa ist sie nur unteres Mittelmaß. Zum Vergleich: Korea belegt mit 25,3 Mbit/s den ersten Platz, gefolgt von Hong Kong mit 16,3 Mbit/s und Japan mit 15 Mbit/s. Trotzdem liegen wir noch über dem weltweiten Durchschnitt, der bei einer Bandbreite von 4,5 Mbit/s liegt. Ob das jedoch eine Errungenschaft ist, auf die eine der fortschrittlichsten Industrienationen stolz sein kann ist zweifelhaft.

Infografik: Deutsches Web: Zu langsam für die Weltspitze  | Statista

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Breitbandausbau ist notwendig

Daran muss sich etwas ändern. Im Rahmen der „Netzallianz Digitales Deutschland“ werden jetzt neue Anstrengungen beim Breitbandausbau angekündigt.

„Wir brauchen dazu u.a. die 700-Megahertz-Frequenzen, um die Internetgeschwindigkeit im Mobilfunk in den kommenden Jahren schrittweise erhöhen zu können“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf im Vorfeld des Treffens mit EU-Kommissar Günther Oettinger in Berlin.

Weitere Informationen über die Pläne der Bundesregierung zum Breitbandausbau findet ihr auf der Homepage „Zukunft Breitband“ des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Mobilfunk soll beim Ausbau helfen

Insbesondere im ländlichen Raum ist der Handlungsbedarf groß. Hier ist die Abdeckung mit schnellen Internetzugängen im Festnetz deutlich schlechter als in den Städten. Noch im ersten Halbjahr 2015 sollen die Funkfrequenzen durch die Bundesnetzagentur versteigert werden. Dann sollte das 700-Megahertz-Band vollständig für den Mobilfunk zur Verfügung stehen.

Mit der Vergabe der Frequenzen wird die Grundlage für den nächsten Schritt im Mobilfunk LTE-Advanced gelegt. Mit diesem Standard werden Übertragungsraten bis zu 1 Gigabit pro Sekunde möglich. In wenigen Jahren würde dann der als 5G bezeichnete LTE-Nachfolgestandard diese Frequenzen ebenfalls nutzen können.

Aus Sicht des BITKOM leistet der Mobilfunk einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines deutschen Glasfasernetzes.

„Die hohen Bandbreiten im Mobilfunk erfordern in den meisten Fällen die Anbindung der Funkzellen mit Glasfaser. Zusammen mit Vectoring-Technologien in den DSL-Netzen sowie der Aufrüstung der Kabelnetze bringen wir jetzt Superbreitband in die Fläche“, betonte Kempf.

 Genehmigungen für weitere Glasfaseranschlüsse stehen noch aus

Parallel könnten mehr Menschen mit Glasfaseranschlüssen bis in die Haushalte versorgt werden, wenn neue Verlegetechniken für Glasfaser, z.B. das so genannte Microtrenching, stärker eingesetzt würden. Dafür braucht es allerdings noch die notwendigen Genehmigungen der Bauämter.

 

Aufmacherbild: symbolic photo for slow internet connection. broadband connection is not available everywhere. via Shutterstock / Urheberrecht: Lisa S.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -