iOS 7.0.3: iCloud Schlüsselbund erklärt
Kommentare

Mit dem gestrigen Update auf iOS 7.0.3 hat Apple ein größeres Update geliefert als zunächst angenommen. Einigen dürfte aufgefallen sein, dass der iCloud Schlüsselbund nun Einzug erhielt und fortan zur geräteübergreifenden Passwortsynchronisation genutzt werden kann. Wie das funktioniert, und welche genauen Aufgaben der iCloud-Schlüsselbund erfüllt, erklären wir Euch hier:

Im Grunde ist der Schlüsselbund ein gewöhnlicher Passwort-Manager, der Eure gespeicherten Kennwörter und Kreditkartendaten verschlüsselt in der Wolke ablegt und auf anderen iOS-7- und Mavericks-Geräten zugänglich macht. Die Funktion ist vergleichbar mit den iCloud Tabs und der Synchronisation von Lesezeichen. Auch dort werden geöffnete Tabs sowie gespeicherte Lesezeichen des Safari Browsers über die Wolke gesichert und können von anderen iOS-6- und Mountain-Lion-Geräten zeitgleich geöffnet werden.

iCloud Schlüsselbund konfigurieren

Um das Schlüsselbund-Feature zu nutzen, muss es zunächst auf den gewünschten Geräten aktiviert und eingerichtet werden. Falls nicht nach gestrigem Update bereits geschehen (der Einrichtungsassistent öffnete sich direkt nach dem Update automatisch), könnt Ihr den Schlüsselbund ab dem Update auf iOS 7.0.3 im Menü unter Einstellungen > iCloud aktivieren. Dazu müsst Ihr einen Sicherheitscode wählen oder Ihr verwendet einfach Euren Sperrcode. Anschließend müsst Ihr noch eine Handynummer angeben, die für den SMS-Empfang geeignet ist, damit Apple Euch einen Bestätigungscode zusenden kann. Nach Aktivierung werden dann auch Eure bereits im Safari gespeicherten Kennwörter in den Schlüsselbund transferiert. Welche das sind, könnt Ihr unter Einstellungen > Safari > Kennwörter nachschauen.

Damit der Schlüsselbund seinen Zweck erfüllen kann, solltet Ihr ein weiteres iOS- oder Mavericks-Gerät besitzen, auf dem dieser aktiviert ist. Auf dem Mac aktiviert Ihr das Feature in der iCloud-Konfiguration, die man in den Systemeinstellungen findet. Wer beispielsweise nur ein iPhone oder Macbook besitzt, profitiert logischerweise nicht vom Schlüsselbund, da die gespeicherten Kennwörter auch über das herkömmliche iOS-Backup gesichert werden und so auch nach einer Wiederherstellung verfügbar sind.

icloud schlüsselbundScreenshot: iOS 7 EinstellungenScreenshot: iOS 7 Einstellungen

Screenshot: iOS 7 Einstellungen

Google war schneller: Passwort Sync über Chrome

Die “Schlüsselbund-Funktion” gibt es bereits seit längerem für Chrome. Um diese nutzen zu können, benötigt man einen Google-Account und muss in den Chrome Settings unter den erweiterten Einstellungen das Häkchen bei “Fragen, ob Passwörter, die ich im Web eingebe, gespeichert werden sollen” gesetzt haben. Loggt man sich nun mit dem gleichen Google-Account beispielsweise im Chrome Browser des iPhones ein, sind auch dort die gespeicherten Passwörter verfügbar. Die Sync-Funktion via Chrome hat den Vorteil, dass hier alle Plattformen und Geräte unterstützt werden, auf denen der Chrome Browser installiert werden kann.

Aufmacherbild: Transfer of house key, on bright background von Shutterstock / Urheberrecht: Africa Studio

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -