iOS 7 und die wichtigsten Neuerungen
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Nach eigenen Angaben ist das neue Apple Betriebssystem das beste mobile OS der Welt und seiner Zeit um Jahre voraus. Ob dies so stimmt, sei dahingestellt – in jedem Fall wurden für das neue OS einige alte Grundsätze über Bord geworfen, was sich vor allem im Design widerspiegelt, das diesmal von Jonathan Ive entworfen wurde.

Flatdesign

Das Design des mobilen Betriebssystems wurde komplett überholt und unterscheidet sich deutlich von den Vorgängerversionen. Die optischen Änderungen ziehen sich durch alle Elemente des OS, beginnend beim Sperrbildschirm und endend bei den System-Programmen, wie etwa der Mitteilungszentrale. Merkmal des Flatdesigns und größte sichtbare Veränderung ist, dass die Nutzeroberfläche weniger Tiefe hat als bisher und klare, scharfe Linien und Kanten dominieren. Diese Änderungen wurden seit der Vorstellung bereits vielerorts kritisiert, doch zeigen erste Tests, wie zum Beispiel von TechCrunch, dass sie durchaus dem Nutzungskomfort zuträglich sind und man sich schnell an die zunächst ungewohnte Darstellung gewöhnt.

Das Kontrollzentrum

Natürlich sollte an oberster Stelle nicht das Design, sondern die Performance stehen, wobei Software und Hardware optimal aufeinander abzustimmen sind. Eines der überarbeiteten Features unter iOS 7 ist das Kontrollzentrum, das mit einem Fingerwisch aufgerufen werden kann und über das sich die am häufigsten verwendeten Einstellungen anpassen lassen, wie etwa WLAN oder die Bildschirmhelligkeit. Bisher war dies nur umständlich über die Einstellungen möglich. Auch die Playlist lässt sich durch einen Fingerwisch von unten nach oben erreichen, sodass die Musikwiedergabe einfach kontrolliert werden kann. Ebenfalls aufrufbar über den Schnellzugriff sind Flugmodus, Taschenrechner, Kamera und Timer.

Multitasking

Doch auch andere Funktionen wurden verbessert, wie etwa das Multitasking. Mit iOS 7 wird dieses Features intelligenter, denn es merkt sich typische Abläufe und lädt so Inhalte bereits im Hintergrund. Überprüft man beispielsweise regelmäßig auf dem Weg zur Arbeit seinen Facebook-Feed, so wird dieser automatisch zur entsprechenden Zeit geladen.

AirDrop

Ein praktisches Feature ist auch AirDrop, das Apple-Nutzer bereits von Mac-Computern und -Laptops kennen. Zum ersten Mal gibt es dieses Feature zum Teilen von Fotos und Dateien via Bluetooth oder WLAN auch für mobile Geräte mit iOS 7. Allerdings steht diese Funktion nicht allen Nutzern zur Verfügung und so profitieren allein Besitzer eines iPhone 5 oder der neuen Modelle 5s und 5c von der neuen AirDrop-Technik.

Siri

Der digitale Sprachassistent Siri bekommt mit iOS 7 eine neue Stimme für die Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch. Außerdem hat der Nutzer die Wahl zwischen einer männlichen oder einer weiblichen Tonlage. Seine Antworten bezieht Siri dabei von Wikipedia, Twitter und Bing, – Google wird in Zukunft außen vor gelassen. Per Sprachbefehl kann man Siri außerdem auftragen, den Anrufbeantworter abzuspielen oder die Display-Helligkeit anzupassen. Besitzer eines iPhone 4 und iPad 2 steht Siri nach wie vor nicht zur Verfügung.

Fotos

In Sachen Kamera hat sich mit Ausnahme von quadratischen Aufnahmeformaten und verschiedenen Filtern, die Bilder in Schwarz-Weiß oder Retro-Look umwandeln, nicht viel getan. Allerdings lassen sich aufgenommene Bilder in Zukunft besser ordnen, da iOS 7 die Fotos entsprechend nach Aufnahmeort, Uhrzeit und Erstellungs-Jahr sammelt. Die Bilder werden dem Nutzer in einer kleinen Vorschau angezeigt. In einem Fotostream können diese dann mit Freunden geteilt werden, die dann wie bisher die Möglichkeit haben, die Aufnahmen zu kommentieren.

Updates

Auch Updates müssen in Zukunft nicht mehr vom User installiert werden, sondern können – sofern dies in den Einstellungen festgelegt wurde – vom Endgerät automatisch heruntergeladen werden.

Sicherheit

Ein wichtiges Element des neuen Betriebssystems ist die Sicherheit. So lässt sich nicht nur das Smartphone selbst mit einer Pin schützen, sondern auch E-Mails oder Apps von Drittanbietern. Sollte das Smartphone einem dann tatsächlich einmal abhanden kommen, lässt sich das iPhone oder iPad über die iCloud lokalisieren oder deaktivieren.

iCloud-Schlüsselbund

Eine weitere Neuerung unter iOS 7 ist der iCloud-Schlüsselbund zur Verwaltung von Passwörtern diverser Online-Konten. Der iCloud-Schlüsselbund ermöglicht dabei ein Erfassen und Synchronisieren von Safari-Zugangsdaten, wobei gespeicherte Passwörter in allen Geräten, die über die gemeinsame Apple-ID verbunden sind, gesichert werden.

Wie MacTechNews berichtet, hat Apple den iCloud-Schlüsselbund allerdings nach dem iPhone-Event aus der Golden-Master-Version von iOS 7 entfernt, da iOS 7 mit OS X Mavericks und Safari 7 die entsprechenden Sync-Gegenstücke noch fehlen sollen. Möglicherweise müssen wir uns also bis zum Release noch ein wenig gedulden. Spekulationen zufolge plant Apple den Launch für das nächsten Desktop-OS, MAC OS X 10.9 Mavericks, bereits für den Herbst dieses Jahres.

Fazit

Das neue Apple OS wird einige Änderungen mit sich bringen und vielleicht den ein oder anderen User zunächst etwas verwirren. Die vielen praktischen Neuerungen sollten aber schnell die anfängliche Skepsis beseitigen, sodass dem Erfolg des neuen Betriebssystems nichts mehr im Wege stehen dürfte. Eine bebilderte Vorstellung von iOS 7 gibt es auf der Apple-Webpage.

Heute Abend gegen 19 Uhr wird das Update für die Nutzer von iPhones ab der vierten Generation, iPads ab der zweiten Generation und iPad mini sowie Besitzern von iPod-Touch-Geräten der fünften Generation zum kostenlosen Download bereitgestellt.

 

 

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