iOS 8 Beta: Lohnt sich der Vorab-Test?
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Die erste Beta-Version von iOS 8 hat Apple auf der WWDC 2014 vorgestellt. Wir können uns auf ein interessantes Update freuen. Zwar ist dieses Jahr designtechnisch nicht so viel drin, dafür umso mehr unter der Haube. Vor allem für Mac-Besitzer wird es interessant, wenn auch OS X Yosemite veröffentlicht ist und in Kombination mit iOS 8 genutzt werden kann.

iOS 8: Beta für Entwickler

Wem die Finger jucken, hat wie immer die Möglichhkeit, sich in das Developer-Programm von Apple einzuschreiben und die iOS-Beta samt Entwickler-SDK schon jetzt zu bekommen. Unterstützt werden die Modelle iPhone 4S, iPhone 5, iPhone 5c, iPhone 5s, iPod touch (fünfte Generation), iPad 2, iPad mit Retina Display, iPad Air, iPad mini und iPad mini mit Retina Display. Um sich einzuschreiben, genügt eine Anmeldung auf http://developer.apple.com. Doch Vorsicht: Apple erwartet für die Teilnahme 99 Dollar im Jahr. Im Gegenzug gibt’s zahlreiche Dokumentationen, das Entwickler-SDK und eben iOS 8. 

Man wird natürlich nicht gezwungen, Apps zu entwickeln. Jedoch verpflichtet man sich Apple gegenüber per non-disclosure-agreement (NDA) der Geheimhaltung. Man darf also keine Screenshots veröffentlichen und man darf sich auch sonst in keinster Weise zum Entwicklungsstand von iOS 8 äußern. Wer gegen das NDA verstößt, wird nicht nur aus dem Programm gekickt, sondern kann auch mit hohen Geldbußen belangt werden.

Download von IPSW-Dateien aus dem Netz

Trotz NDA und Androhung von Strafen tauchen bei jeder neuen iOS-Version IPSW-Dateien (Installationsdateien) für die jeweiligen Geräte im Netz auf. Sie werden von Entwicklern gestreut, die aus Jux oder Profitgier gegen das NDA verstoßen. Man kann eine solche Datei problemlos installieren, auch wenn man keinen Entwicklerzugang hat, da Apple bei der Installation der ersten Beta nicht checkt, ob ihr als Entwickler eingetragen seid oder nicht. Allerdings ist fortan, also spätestens bei der Installation der zweiten Beta, die Registrierung der UDID bei Apple notwendig. UDIDs ohne Entwicklerzugang wird die Teilnahme verwehrt. Weil der Weg über IPSW-Dateien aus dem Netz nicht legal ist, können und wollen wir ihn euch nicht empfehlen.

Manche „Entwickler“ verdienen sich ein wenig Geld dazu, indem sie fremde UDIDs gegen eine Barzahlung von ca. 10 Euro auf ihrem Entwickleraccount registrieren. Das ist ohne weiteres möglich, denn ein Entwickler kann so viele Geräte unter seinem Namen registrieren, wie er will. Links zu entsprechenden Angeboten werden hier bewusst nicht erwähnt, denn besagte „Entwickler“ verstoßen einerseits gegen das NDA mit Apple, andererseits könnten ihnen gegenüber durchaus auch zivilrechtliche Ansprüche seitens Apple bestehen.

iOS-Beta: Empfehlenswert?

Zur Zeit weist die Beta noch sehr viele Mängel auf. Nicht nur in Drittanbieter-Apps wie WhatsApp wurden bereits Bugs entdeckt, sondern auch in nativen Apps wie beispielsweise iMessage. Die generelle Stabilität des Systems lässt indes zu wünschen übrig. Man sollte die Beta-Version von iOS 8 als genau das verstehen, was sie ist – eine Vorabversion zum Finden und Ausmerzen von Fehlern. Wer also kein Entwickler ist, dem raten wir, die Füße bis September still zu halten. Ab dann gibt es iOS 8 für jedermann.

Diejenigen, die aus welchen Gründen auch immer unzufrieden mit iOS 8 sind, können selbstverständlich bis Herbst auf iOS 7.1 downgraden. Erst wenige Tage, nachdem das Update für die Allgemeinheit verfügbar wird, schließt Apple die Türen.

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