iOS DevCon 2013: aktuelle Trends der iOS-Entwickler-Szene [Interview]
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Vom 3. bis 4. Juni findet in Berlin die iOS Developer Conference 2013 statt. Die iOS DevCon versammelt nationale wie internationale Champions der iOS-Entwicklung, die tiefe Einblicke in die iOS-Welt geben. In zwölf intensiven Sessions, fünf Power Workshops, einem Speaker Panel und zwei spannenden Keynotes werden Themen wie Internet of Things: iOS und M2M, User Experience und Design, iOS Tooling, Processes, Methods, Coding, iOS Publishing, Sales, Marketing, iOS Gaming und Augmented Reality behandelt.

Unser Kollege Tom Wießeckel vom Mobile Technology Magazin sprach vorab mit den Speakern über aktuelle Trends der iOS-Entwickler-Szene.

Mobile Technology: Hallo ihr beiden. Im letzten halben Jahr hat sich einiges getan im Bereich der iOS-Entwicklung. Was sind die eurer Meinung nach wichtigsten Entwicklungen, die beispielsweise iOS 6 für Entwickler mitgebracht hat?

Markus Kopf: Aus meiner Sicht ist bezüglich der User Experience der Collection View ein Highlight. Und natürlich die Passbook-Funktion zur Nutzung für E-Tickets oder auch Gutscheine.

Wolfgang Frank: Mir gefällt der neue Dialer besonders gut bei iOS 6. Die Möglichkeit, mit Kurznachrichten auf einen eingehenden Anruf zu antworten, hat mir wirklich gefehlt. Seitens SDK-Neuerungen finde ich die einfache, tiefere Integration von Facebook und Twitter gut gelungen.

MT: Was fehlt eurer Meinung nach noch? Worauf wird man sich bei iOS 7 freuen können?

Markus: Fingerprint wäre gerade im Payment-Umfeld eine sehr schöne Sache. Des Weiteren wäre es aus Entwicklersicht sehr schön, wenn iCloud Sync sauber funktionieren würde. Hier wird einiges an Verbesserung erwartet.

Wolfgang: Ein Multi-User-, Multi-Account-Management für zumindest Tablets würde meiner Ansicht nach viel Sinn ergeben.

MT: Die Flut an Apps wird immer größer – was ist eurer Meinung nach wichtig, um sich von seinen Mitbewerbern abzusetzen?

Markus: Eigene Apps sollten immer auf dem aktuellen Stand sein. Nicht nur technologisch sondern eben auch die UX (Konzept sowie Design). Damit man sich aus der Masse noch etwas abheben kann, muss man schon sehr viele Details in der UI unterbringen. Animationen zur User-Führung sollten beispielsweise eingebaut werden.

Wolfgang: Neben einer hervorragenden User Experience und Usability denke ich, dass die Qualität und Originalität der bereitgestellten Dienste an sich ausschlaggebend sind, um sich gegenüber dem Wettbewerb abzusetzen.

MT: Und welche Rolle spielen dabei technische Gimmicks wie Sprach- oder Gesichtserkennung?

Markus: Diese Punkte werden natürlich immer wichtiger – allerdings sind wir hier auch noch am Anfang, und nicht für jeden Use Case eignen sich diese technische Features.

Wolfgang: Für mich persönlich muss ich sagen, dass ich selbst bisher nicht so viel Wert darauf lege, bzw. diese Features nur selten nutze. Allerdings meine ich, dass diese Gimmicks im Bereich Security interessante Ansatzpunkte liefern.

MT: Und was ist mit NFC? Während Apple dieser Technologie noch immer die kalte Schulter zeigt, setzt man in Cupertino stattdessen auf Bluetooth LE. Welche Möglichkeiten seht ihr darin?

Markus: Bluetooth ist eine sehr gute und bekannte Technologie. Viele Apps verwenden Bluetooth, und es funktioniert. Durch LE und somit die Master/Slave-Architektur ist der Stromverbauch auch nicht mehr so hoch. Es bleibt abzuwarten, ab wann es für Apple Sinn ergibt, NFC zu unterstützen. Mobile Payment ist hier eher ein geringer Use Case.

Wolfgang: Gerade wenn man die Verbreitung von NFC in Asien (Japan) betrachtet, ist es schon beeindruckend, wie sehr diese Technologie dort präsent ist. Bluetooth LE ist eine sehr spannende Technologie, mit der wir uns auch seit einiger Zeit befassen. Ich sehe diese jedoch durchaus komplementär zu NFC. Spannend wird sicher sein, die beiden Ansätze mittelfristig auf der Kostenseite für die notwendige Hardware zu vergleichen, wenn Bluetooth LE mal 1-2 Jahre hinter sich hat.

Quelle Aufmacherbild: Arconsis

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