iPad Air. Das neue iPad klaut beim kleinen Mini-Bruder
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Das iPad gehört rückblickend zu den großen Innovationen aus dem Hause Apple – anfangs belächelt, später gefeiert. Inzwischen versucht Apple die Vorherrschaft auf dem Tablet-Markt zu halten – einem Markt, den das Unternehmen in dieser Form überhaupt erst erschaffen hat. Mitbewerber ziehen nach und zwingen Apple, das iPad auch weiterhin für den Markt attraktiv zu halten.

Deshalb waren heute die Blicke auf das große Apple Event im Yerba Buena Center for the Arts in San Francisco gerichtet, wo Tim Cook und Co. die neuesten iPads vorgestellten. Nach der üblichen Lobhudelei auf die eigenen Apple-Produkte (erwähnenswert: iPads dominieren in puncto „usage rate“ immer noch 81 Prozent des Tablet-Markets) kam Tim Cook endlich zur Sache.

iPad Air – Kein Fingerabdrucksensor, kein Gold

Die größte Neuerung ist der Name: iPad Air. Und so ist das neue iPad mit den Maßen 240 x 169,5 x 7,5 Millimeter schmaler, leichter und schnittiger als der Vorgänger. Neben dem neuen Namen ist die auffälligste Änderung des iPad Air sein Aussehen. Mit dem schmalen Aluminiumrand hat sich das iPad nun optisch dem kleinen iPadMini-Bruder genähert, wiegt jetzt 469 bzw. 478 Gramm und ist damit in seiner kleinsten Ausführung um 198 Gramm leichter als sein Vorgänger, der noch 652 Gramm auf die Waage brachte. Keine Sensation. Schließlich bringen die Tablets der Konkurrenz ähnlich viel auf die Waage. Das Sony Xperia Tablet Z zum Beispiel wiegt 495 Gramm, während es das Amazon Kindle Fire HD 8.9 sogar auf nur 384 Gramm bringt.

Entgegen den Gerüchten und angeblichen Leaks im Vorfeld wurde heute weder eine goldene Ausführung des neuen iPads vorgestellt, noch ein Fingerabdrucksensor wie beim iPhone 5s. Die Gemeinsamkeit des iPad Airs mit dem iPhone 5s ist nicht der ID-Touch-Sensor, sondern der Prozessor. Wie erwartet arbeitet unter dem Display des iPad Air ein A7 Chip mit 64-Bit Architektur und M7 Motion Coprozessor.

Auch bei der Kamera hat Apple nicht aufgestockt und so kommt weiterhin eine 5 Megapixel Rückkamera zum Einsatz, die ein wenig verbessert wurde. Bei den Konkurrenten gehört eine 8 Megapixel Rückkamera bereits zum Standard. Das Amazon Kindle Fire HDX 8.9, das Samsung Galaxy Note 10.1 sowie das Sony Xperia Tablet Z haben Rückkameras mit einer Auflösung vom 8 Megapixeln, was zwar noch nicht bedeutet, dass damit die Fotos besser werden, aber auf dem Papier sehen die Spezifikationen zumindest gut aus. Die Frontkamera bleibt nahezu unverändert bei 1,2 Megapixeln.

ipad air

Screenshot: http://www.apple.com/de/ipad-air/specs/

Kein neues Display

Etwas enttäuschend sind die Neuigkeiten zum Display des neuen iPads: Es gibt nämlich keine, denn es ist offenbar das alte! Ja, richtig gehört. Die Spezifikationen des iPad Air Displays gleichen denen des Vorgängermodells: Ein 9,7 Zoll Retina Display mit 2.048 x 1.536 Pixeln und 264 ppi. Interessant ist der schmalere und vermeintlich leistungsstärkere Akku. 

Auf den Einladungen, die Apple vergangene Woche verschickt hatte stand „We still have a lot to cover“. Angesichts der Neuerungen, die uns heute präsentiert wurden, muss man ernüchtert feststellen, dass Apple dieses Versprechen nicht einhalten konnte. Das neue iPad, das uns heute präsentiert wurde, markiert einen designtechnischen Wandel, der sich allerdings bereits im vergangenen Jahr beim iPadMini angekündigt hat. Der neue Namenszusatz „Air“ klingt zwar nett und passt zum schlanken iPad, wird aber sonst nicht mit technischen Innovationen untermauert und bleibt deshalb vorerst nur ein Wort und kein Meilenstein.


Spannend ist jetzt natürlich die Frage, wie sich die neuen iPads im Direktvergleich zur Konkurrenz schlagen. Wir haben alle verfügbaren technischen Spezifikation zusammengetragen und zwei Infografiken für Euch erstellt.


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