iPad, Kindle Fire HD, Nexus 7 oder Surface Pro – unsere Osterkaufempfehlungen
Kommentare

Seit dem Tablet-Oktober im vergangenen Jahr gibt es weit mehr als nur das iPad. Es ist ein wahrer Kampf der Hersteller ausgebrochen, von dem wir als Kunde nur profitieren können, denn neben Apple mischen nun auch Google, Amazon und Co. an der Tablet-Front mit. Viele Kaufinteressierte stellt die neue Vielfalt jedoch vor die Qual der Wahl. Egal ob man sich aufgrund der Hingabe für einen bestimmten Hersteller oder wegen des Preises entscheidet – letztendlich sind die persönlichen Vorlieben ausschlaggebend für den Kauf.

Auch hier in der Redaktion sind wir uns nicht immer einig, jeder hat einen anderen Spitzenkandidaten für das Tablet aller Tablets. Welche das sind, erfahrt Ihr von meinen Redaktionskollegen und mir.

Kindle Fire HD

Ich schwöre auf meinen Kindle Fire HD. Hier meine Kaufempfehlung:

kindle fire hdIch bin erst kürzlich in die Tablet-Szene eingestiegen, da ich bislang den Sinn für ein weiteres Touch-Gerät neben meinem iPhone nicht gesehen hatte. Als der Kindle Fire HD mit einem Kampfpreis von 199 Euro herauskam, war ich dann aber doch neugierig, welchen Mehrwert ein Tablet für mich bietet. Ebenso ins Auge gefasst hatte ich das ebenso teure (preiswerte?) Nexus 7 von Google. Da ich jedoch treuer Amazon-Kunde bin, ein Lovefilm-Abo besitze und ich den Kundenservice des Versandhauses als großartig einstufe, wurde es bei mir der Kindle Fire HD. Mit den typischen Schlagwörtern, “pures Android”, “sofort Updates bekommen”, die für das Nexus 7 sprachen und mir ständig von meinen Kollegen um die Ohren geschmettert wurden, wusste ich als iOS-Nutzer ohnehin nichts anzufangen.

Mit der Karussel-Oberfläche sowie dem Shop Design des Kindle Fire HD kam ich umgehend zurecht. Meine als iOS-Nutzer antrainierte Dummheit war also kein Hindernis, mich auch auf einem Android-basierten System zurechtzufinden. Besonderen Gefallen fand ich mit der Zeit an der Größe des Tablets. Der 7-Zoll-Bildschirm eignet sich perfekt zum Spielen und Videos wirken gefühlt auch nicht viel kleiner als auf dem großen iPad. Außerdem kann ich per HDMI-Schnittstelle alle Videos auf den großen Flatscreen bringen. Mit den meisten anderen Tablets geht das nicht.  

Ich gebe zu, als das iPad mini herauskam, geriet meine Begeisterung etwas ins Wanken. Denn legt man die Karten auf den Tisch, läuft das iOS-Betriebssystem doch flüssigser als das Halb-Android von Amazon. Das Ruckeln und die sporadischen Neustarts, die ich meinem Kindle regelmäßig gewähren muss, entschuldigte ich bis dato immer mit dem sehr günstigen Anschaffungspreis. Die preisliche Hürde zum iPad mini ist aber ja bekanntlich nicht mehr allzu groß. 

Wenn im Sommer das iPad mini mit Retina Display herauskommt, werde ich vielleicht doch wieder umsatteln und den Kindle meiner Mutter schenken.

Bild: ©Amazon

Surface Pro

Judith hat das Surface Pro in ihr Herz geschlossen. Warum, lest Ihr hier:

surface proEs gibt viele verschiedene Tablets, die allesamt auf ihre eigene Art die Bezeichnung Lieblingstablet verdient haben. Das iPad ist perfekt in das Apple-Ökosystem eingebunden, Android Tablets sind auch nicht ohne und wer gerne E-Books liest, findet nirgendwo eine größere Auswahl als bei Amazon. Ein großes Manko haben jedoch all diese Geräte: Wirklich produktiv sein kann man mit ihnen nicht.

Was ich mir wünschte, war ein Tablet, das zwar mobil ist, einem klassischen PC aber dennoch in nichts nachsteht. Ein Gerät, mit dem man auch im Zug oder Flugzeug Artikel schreiben und anschließend veröffentlichen kann, mit Text- und Bildbearbeitungsprogrammen und mehr. Solch ein Tablet fand ich mit dem Surface Pro. Im Gegensatz zur RT-Variante des mobilen Gerätes kommt es mit vollem Windows 8 Pro, nicht der reduzierten Form Windows RT. Hier laufen alle Desktop-Anwendungen, an die ich mich im Laufe der Zeit gewöhnt habe. Aus dem Windows Store lud ich mir dann weitere, neue Apps herunter – teils, um noch produktiver zu werden, teils aber auch nur zur Unterhaltung.

Das Surface Pro vereint für mich die beiden Welten Beruf und Freizeit, eben genauso wie ein normaler PC. Nur dass es zusätzlich dazu auch noch handlich ist und überall hin mitgenommen werden kann. Wenn ich mir unterwegs ein Flash-Video anschauen möchte, geht das dank IE10. Die App-Auswahl im Windows Store ist zwar derzeit noch etwas beschränkt, aber das wird sich in naher Zukunft sicherlich ändern. Immerhin ist und bleibt Windows das meistgenutzte Betriebssystem der Welt. Schön, dass ich es nun endlich auch Touch-freundlich und mobil nutzen kann.

Bild: ©Microsoft

iPad

Astrid lässt nichts auf ihr iPad kommen. Ihre Argumente:

ipadEs war Liebe auf den ersten Blick. Trotzdem rieten mir meine Freunde vom Kauf des iPad 2 ab. Es sei kein Laptop-Ersatz, verfüge nicht über ein DVD-Laufwerk und – seien wir mal ehrlich – außer einem größeren Display besitzt es doch kaum mehr Funktionen als ein iPod Touch. Tja, sie hatten natürlich Recht – und doch wieder nicht. Natürlich ist es kein vollständiger Ersatz für einen Laptop, aber andersherum ist ein Laptop auch kein Ersatz für ein Tablet. Inzwischen dürften den meisten die Vorteile eines Tablets gegenüber einem Laptop klar sein, damals musste man hier noch echte Überzeugungsarbeit leisten.

In der Uni habe ich das iPad für Mitschriften und Power-Point-Präsentationen benutzt. Auch Artikel und Bücher habe ich auf dem iPad gelesen und vorbereitet. Wie auch beim Kindle Fire besteht hier die Möglichkeit, einzelne Textstellen hervorzuheben, zu unterstreichen oder mit Anmerkungen zu versehen. Da ich Englisch und Deutsch studiert habe, konnte ich einen Großteil der benötigten Bücher im Bookstore kaufen, was sich finanziell rentiert hat. Hier lohnt sich manchmal auch ein Preisvergleich mit dem Kindle-Angebot, denn über eine App lassen sich auch diese E-Books auf dem iPad lesen. Ab und zu gucke ich auch einfach Filme – die große Bildschirmdiagonale zahlt sich dabei natürlich aus.

Inzwischen ist die iPad-Familie gewachsen, das iPad 2 wurde durch ein iPad 4 abgelöst und mit dem iPad mini hat sich ein Tablet im handlichen Format für die (kleine) Handtasche dazu gesellt. Sicherlich hat auch das mini seine Vorzüge, doch für meinen Alltag an der Uni und im Job sehe ich die Vorteile klar beim größeren Bruder.

Andere Tablets und eReader hingegen kommen für mich nicht in Frage, denn mein Apple-Gerät kann nicht nur alles, was die anderen können, es sieht dabei auch noch gut aus!

Alles in allem lege ich das iPad kaum aus der Hand. Versteht mich nicht falsch: Ich bin nicht süchtig – aber im Grunde kann ich auch nicht ohne.

Bild: ©Apple

Nexus 7

Christoph mag pures Android, aber auch Basteleien mit Custom ROMs. Deswegen ist das Nexus 7 das Tablet seiner Wahl:

nexus 7Als ich Ende letzten Jahres von einem Android-Smartphone auf ein iPhone 5 umstieg, war das gleichbedeutend mit einem Abschied. Ein Abschied von Custom ROMs und den damit verbundenen Personalisierungs- und Erweiterungsmöglichkeiten meines Handheld-Device. Zugegeben: Ich habe dem Umstieg von einem Samsung Galaxy Nexus mit Android 4.1 auf ein iPhone 5 bisher nicht bereut. Das Fazit nach vier Monaten lässt sich mit vier Worten auf den Punkt bringen: Es funktioniert einfach alles.

Dennoch vermisse ich vor allem jene erwähnten Möglichkeiten, das Gerät dank einer Custom ROM an meine eigenen Vorstellungen anzupassen, oder Funktionen und Features auszuprobieren, die mir ein Stock Android sonst nicht bietet.

Aber dafür habe ich ja inzwischen das Nexus 7. Das hat einerseits den Vorteil, dass es extrem schnell mit den neuesten offiziellen Android-Versionen versorgt wird. Andererseits finden sich im Netz haufenweise interessante Custom ROMs, die das Bastlerherz mehr als befriedigen. Egal ob AOKP, CyanogenMod oder MIUI – es erstaunt mich immer wieder, mit welcher Leidenschaft und Kreativität die Community dem Gerät dank solcher ‚Aftermarket-Firmware-Distributionen’ tolle Features und Individualisierungsmöglichkeiten entlockt – von teils verbesserter Leistung und Stabilität mal ganz abgesehen. Von nützlichen Quick-Settings über individualisierbare Launcher oder Bildschirmsperren bis hin zu vielfältigen Design Managern – die Palette der Modifikationen ist schier unendlich.

Abgesehen von diesen zugegebenermaßen nerdigen Argumenten begeistert mich am Nexus 7 auch die tolle Haptik. Die Oberfläche der Tablet-Rückseite fühlt sich angenehm an, man rutscht nicht weg. Dazu kommt das ideale Gewicht des Geräts: Es ist locker mit einer Hand haltbar – für mich persönlich ein Vorteil gegenüber dem normalen iPad.

Auch die Auflösung des 7-Zoll-Displays empfinde ich als gut. Filme schauen oder E-Reader-Betrieb ist auch bei längeren Sessions kein Problem.

Zuletzt wären da noch die die Argumente Preis-/Leistung und Mobilität. Möchte man sich ein 7-Zoll-Gerät anschaffen kommt man preislich angesichts des gebotenen Leistungsumfangs nicht am Nexus 7 vorbei. Und dazu ist es in der 3G-Version noch ein günstiges Mobile Device.

Bild: ©Google 

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -