iPhone 5S: Und wieder keine Überraschung
Kommentare

Es ist soweit: Apple hat die Spannung der vergangenen Wochen gelöst und das neue iPhone 5S vorgestellt.

Aber Halt, da war ja noch ein zweiter Braten im Ofen: das iPhone 5C, Apples günstige Alternative, die das bisherige 5er-Topmodell ablöst. Es hat eine Polycarbonat-Schale, ist in fünf verschiedenen Farben verfügbar und im Inneren brodelt die Technik des Vorjahres.

Eingefleischte Apple-Fans schalten spätestens an diesem Punkt auf stur. Klar, neue Technik muss her und das kann nur Apples Flaggschiff bieten – also kommen wir zurück zum iPhone 5S.

Neue Optik des iPhone 5S

Traditionell hat sich der Formfaktor der S-Variante nicht geändert. Lediglich die Farbpalette ist in diesem Jahr gewachsen. Schlichtes Schwarz und klassisches Weiß gibt es nicht mehr, dafür aber Gold, Silber und Spacegrau. Während die goldenen und silbernen Geräte weiße Farbelemente verwenden, ist das graue iPhone 5S bei einem schwarzen Rahmen geblieben.

Die Technik der S-Line

iOS 7 war bisher nur bekannt als Apples erstes mobiles Betriebssystem, das dem Skeuomorphismus Lebewohl sagt. Nun wissen wir, dass das nicht alles war: iOS 7 ist auch das erste 64-bit-Betriebssystem, das mit dem neuen A7-Prozessor des iPhone 5S zusammenarbeitet und zwar, so Phil Schiller, mehr als doppelt so schnell wie zu iPhone-5-Zeiten. App-Entwickler sind nun also angehalten, 64-bit-Apps zu bauen, ältere werden natürlich weiterhin unterstützt. Zu dem neuen Prozessor gesellt sich ein sogenannter M7-Motion-Coprozessor, der Daten des Beschleunigungssensors, Gyrosensors und Kompass sammelt, um unter anderem neuartige Fitness- und Sport-Apps damit zu füttern. Da dem A7-Prozessor so ein wenig Rechenleistung abgenommen wird, soll außerdem die Energieeffizienz gesteigert werden.

Die technischen Updates des neuen iPhones

Auch das Kamera-System des neuen iPhones wurde überarbeitet. Neben neuen Funktionen wie Slow Motion, zwei LEDs und einer verbesserten Farbgebung hat die Kamera einen rund 15 Prozent größeren Sensor und eine f2.2-Blende. An der 8-Megapixel-Auflösung hat sich dagegen im Vergleich zum Vorgänger nichts verändert. Was jedoch noch bemerkenswert ist, ist der integrierte Bildstabilisator. So etwas hat im Moment nur Nokias Lumia-Reihe.

Zu guter Letzt hat Apple noch etwas für die Exoten unter uns aus dem Ärmel gezogen: Einen Fingerabdrucksensor. Dieser befindet sich unter dem Home Button und kann zum Entsperren des iPhones, aber auch als iTunes-Passwort-Ersatz genutzt werden. Bezahlfunktionen und dergleichen werden damit nicht bedient und auch Drittanbieter-Apps können den sogenannten Touch-ID-Sensor aus Sicherheitsgründen nicht verwenden. Schließlich will man ja nicht, dass die NSA auch noch die Fingerabdrücke aller iPhone-5S-Besitzer über ein paar Umwege zugespielt bekommt.

iPhone 5s gold

Das iPhone 5S in Gold ©Apple

Fazit:

Das wars auch schon mit den Neuerungen, die Apple heute zu bieten hatte. Der ein oder andere mag sich vielleicht darüber ärgern, dass der Überraschungsmoment erneut ausblieb und das Gesehene mal wieder niemanden vom Hocker riss. Steve Jobs “One More Thing” scheint nun endgültig ausgestorben.

Das iPhone 5C zeigten Leaks schon vor Wochen bis ins kleinste Detail und in allen angebotenen Farben, weshalb selbst Schiller flapsig bemerkte “A few of you might have seen it around the web”.

Und nicht einmal die neuen Farben geschweige denn den Fingerabdrucksensor des iPhone 5S konnte Apple geheim halten. Auch hier erreichten uns hochauflösende Bilder sowie treffsichere Insider-News in den vergangenen Wochen zu Dutzenden. Wer also am Ende noch immer gespannt auf das große Finale wartet, ist freilich fehl am Platz.

Nichtsdestotrotz spielt Apples iPhone auch weiterhin in der oberen Smartphone-Liga mit. Die Kamera setzt Maßstäbe, die Qualität ist hoch, und im Zusammenspiel mit dem modernen iOS 7 wird das iPhone 5S auch weiterhin seine Erfolgslinie fortführen.

Hier unser Direktvergleich der neuen iPhones mit dem Vorgänger und der Android-Konkurrenz.

Ab dem 20. September ist das iPhone 5S hierzulande erhältlich, iOS 7 kann bereits zwei Tage zuvor geladen werden. Die Preise variieren je nach Speicherplatz zwischen 699 und 899 Euro.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -