iPhone 6 mit 4,8 Zoll Retina Display – Erliegt Apple doch dem Druck des Marktes?
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Peter Misek, der als „falscher Apple-Prophet“ bekannt gewordene Analyst der Firma Jefferies, hat vorausgesagt, dass das kommende iPhone 6 ein 4,8 Zoll Display bekommen wird. Zwar ist es nicht unbedingt ratsam seinen Worten Glauben zu schenken – CultofMac hat Anfang des Jahres seine größten Irrtümer gesammelt – in diesem Fall könnte Misek aber mal richtig liegen.

Bereits Anfang September berichteten wir unter Berufung auf das WSJ von iPhone-Prototypen, die Display-Größen zwischen 4,8 und 6 Zoll aufweisen. Betrachtet man die aktuelle Marktlage, würde dieser Schritt Apples auch durchaus Sinn machen. Denn sowohl die Android- als auch die Windows-Phone-Fraktion bieten schon längst Displaygrößen von 4,8 Zoll und mehr an, und haben Erfolg damit. Dass der Markt nach großen Smartphone-Screens schreit, zeigt auch das Samsung Galaxy Note 3, das selbst mit seinen 5,7 Zoll noch als “gewöhnliches” Smartphone durchgeht und schon längst nicht mehr als “Smablet” oder „Phablet“ bezeichnet wird. Diese Begriffe scheinen dieser Tage, wo HTC, Samsung und Co. ihre 4,3-Zoll-Smartphones als “Mini” bezeichen, wie ausgestorben.

Die Größe polarisiert die Smartphone-Welt

Apple wird auch im kommenden Jahr ein iPhone vorstellen, das sich optisch von seinen Vorgängern unterscheidet – zumindest, wenn man sich an die bisherige Tradition hält. Denn ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass der Formfaktor immer über zwei Jahre hinweg unverändert blieb, um dann komplett überarbeitet zu werden. Wenn also das iPhone 5 seinerzeit das größte war, was dem iPhone passieren konnte, dann kann das iPhone 6 auch das gigantischste werden, was dem iPhone passieren konnte – um es mal in Apples Marketing Jargon auszudrücken.

Dennoch: Die optimale Display-Größe eines Smartphones polarisiert die Mobile-Welt ebenso sehr wie die Frage nach der Geräte-Marke. Jeder einzelnen Kundenpräferenz gerecht zu werden, ist demnach eine schier unlösbare Aufgabe. Die einzige praktikable Lösung für Apple wäre es, verschiedene Modelle mit unterschiedlicher Displaygröße anzubieten, wie es auch bei den iPads gemacht wird. Doch wäre das noch Apple-like?

Aufmacherbild: Businessman using digital tablet computer with modern mobile von Shutterstock / Urheberrecht: bloomua

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