iPhone-Akku leer? Tipps und Tricks
Kommentare

Jeder iPhone-Nutzer hat sich schonmal über den wunden Punkt des Smartphones geärgert – den Akku. Ganz im Zeichen des Murphys Gesetzes macht die Batterie genau dann schlapp, wenn man das Gerät am dringendsten braucht. Mittlerweile ist der suchende Blick nach einer Steckdose, wenn man einen x-beliebigen Raum betritt und der Akku mal wieder mit dem baldigen Aus droht, fast schon obligatorisch.

Doch, beachtet man ein paar einfache Nutzungsregeln, lassen sich die Laufzeit und Lebensdauer des iPhone-Akkus verlängern.

Temperaturbereich

Schade, aber wahr: iPhone-Akku ist sehr temperaturempfindlich! So braucht es keinen Sahara-Trip, um die Akku-Laufzeit stark zu beeinträchtigen. Direkte Sonneneinstrahlung reicht völlig aus. Achtet also drauf, dass das Smartphone nach Möglichkeit nicht der direkten Sonne ausgesetzt wird. Apple gibt ganz konkrete Angaben zum Temperatur-Bereich, bei dem das iPhone „am besten funktioniert“. Dieser liegt zwischen 0 °C und 35 °C . Die Lagertemperatur fällt sogar noch extremer aus: zwischen -20 °C  und 45°C . Da stellt sich natürlich die Frage, was dieses geheimnisvolle „am besten“ bedeutet. Denn im nächsten Satz kehrt Apple mit folgender Aussage wieder ein: „Das iPhone sollte möglichst bei Raumtemperatur (ca. 22 °C ) verwendet werden.“ Das wird sich schon eher mit Euren Erfahrungen decken. 

Fazit: der iPhone-Akku ist eine „Temperatur-Memme“. Versucht extreme Kälte- und Wärmeeinwirkungen zu vermeiden.

Software-Aktualisierungen

Man sollte stets drauf achten, dass die notwendigen Softwareaktualisierungen rechtzeitig durchgeführt werden. Dies geschieht unter „Einstellungen“ -> „Allgemein“ -> „Softwareaktualisierung“.

Einstellungen optimieren

So manch eine Einstellung kann ich als echter Akku-Killer entpuppen. So sollte man (für iPhones mit iOS7 oder neuer) folgende Einstellungen überprüfen:

WLAN-Aktivierung: Befindet sich das iPhone in Reichweite eines WLANs, sollte man diesen unbedingt aktivieren, um Strom zu sparen: „Einstellungen“ -> „WLAN“ und im Netz anmelden.

Helligkeit kontrollieren: Bei ausreichenden Lichtverhältnissen braucht man nicht bei Bildschirm-Beleuchtung aus dem Vollen zu schöpfen. Durch die Aktivierung der „Auto-Helligkeit“-Einstellung oder das Dimmen des Displays, lässt sich die Akku-Laufzeit verlängern: 

Auto-Helligkeit aktiviert Ihr unter „Einstellungen“ -> „Hintergründe & Helligkeit“ 

 – Hier könnt Ihr auch den Helligkeitsgrad bei Wunsch manuell dimmen.

Datenabgleich timen

Logisch eigentlich: Je öfter aktuelle Daten, zum Beispiel E-Mails, abgerufen werden, desto schneller geht dem Akku die Puste aus. Der Datenabruf kann manuell abgerufen oder getimet werden. 

– Für den manuellen Abruf geht Ihr unter „Einstellungen“ -> „Mail, Kontakte, Kalender“ -> „Datenabgleich“ -> „Manuell“

– Zur Erhöhung des Intervalls des Datenabrufs wählt Ihr „Einstellungen“ -> „Mail, Kontakte, Kalender“ -> „Datenabgleich“ -> „Stündlich“

Achtung: Die Intervall-Einstellung bezieht sich nicht nur auf den Abruf der E-Mails, sondern auf alle Programme, die keinen Push-Dienst anbieten. Die Push-Dienste ihrerseits können auch deaktiviert werden, wenn man am Wochenende zum Beispiel nicht über den Eingang der E-Mail direkt informiert werden möchte. Die geschieht unter: „Einstellungen“ -> „Mail, Kontakte, Kalender“ -> „Datenabgleich“ und die „Push“-Option deaktivieren. 

Auch einige Apps bieten Push-Benachrichtigungen an. Diese können nach Wunsch individuell abgestellt werden, um den Akku zu schonen. Hier geht Ihr folgendermaßen vor: „Einstellungen“ -> „Mitteilungen“. Dann wählt Ihr die entsprechende Anwendung aus und ändert den Hinweisstil auf „Keine“, deaktiviert die Option „Kennzeichensymbol“ sowie die Warntöne. Jetzt werden die neuen Daten erst dann abgerufen, wenn Ihr die gewünschte App öffnet. 

Ortungsdienste

Auch die Ortungsdienste „fressen“ sehr viel Akku. Und mal Hand aufs Herz, will man wirklich immer und überall geortet werden? So manch eine App nutzt die Ortungsdienste, um deinen Standort zu bestimmen. Welche genau das sind, könnt Ihr unter „Einstellungen“ -> „Datenschutz“ -> „Ortungsdienste“ einsehen. Neben allen Apps, die kürzlich deinen Standort geortet haben, erscheint ein entsprechender Hinweis neben dem Ein/Aus-Button. Könnt Ihr auf die Ortungsdienste dieser App verzichten, stellt Ihr den Schalter aus „Aus“. Wollt Ihr die Ortungsdienste komplett ausschalten, geht das natürlich auch und zwar unter: „Einstellungen“ -> „Datenschutz“ -> „Ortungsdienste“. Da schlägt Ihr gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Neben der höheren Laufzeit hilft die Einstellung auch gegen den NSA-Verfolgungswahn. 

Flugmodus

Der Flugmodus kann auch den Akku schonen. In den Regionen, wo es kein oder nur schlechtes Netz gibt, wird das iPhone ständig versuchen, sich zu verbinden. Das kostet viel Batterie und bringt nichts, wenn eben kein Netz da ist. Stellt man unter „Einstellungen“ auf Flugmodus um, spart man dem Smartphone die unnötige Mühe und der Akku hält länger. 

Das sind die wichtigsten Tipps, die auch Apple aus seiner Website für die Nutzer zusammenfasst. Und dann kommt, irgendwo weit unten und im unauffälligen hellgrau, das obligatorische, mit einem Sternchen versehene Kleingedruckte:

„*Alle Angaben zur Batterielaufzeit sind abhängig von der Netzkonfiguration und weiteren Faktoren. Die tatsächliche Laufzeit kann variieren. Die Batterie hat eine begrenzte Anzahl von Ladezyklen und muss u. U. irgendwann durch einen Apple Service-Provider ersetzt werden. Die Batterielaufzeit und die Anzahl der Ladezyklen variieren je nach Verwendung und Einstellungen. „

Ganze zwei Mal in drei Sätzen kommt der Hinweis darauf, dass die Batterielaufzeit eben variieren kann und was die erwähnten „weiteren Faktoren“ sind… wer weiß das schon so genau. Doch beachtet man die oben aufgeführten einfachen Regeln, wird es der Akku-Laufzeit sicherlich nur Gutes tun.

 

Aufmacherbild: 3D Full Battery symbol white isolated von Shutterstock / Urheberrecht: Zaptik 

 

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -