iPhone Probleme unter iOS 7
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Wenn aber Apple mit einem neuen iOS-Update für unsere iPhones anklopft, sprangen in der Vergangenheit die meisten von uns in freudiger Erwartung auf und installierten das Update auf ihre Geräte. Spätestens seit iOS 7 ist die Freude über neue iOS-Versionen gedämpfter. Vor allem iPhone-4- und iPhone 4s-Besitzer haben mit dem radikal überholten Betriebssystem so ihre Schwierigkeiten und klagen über zahlreiche iPhone Probleme nach dem Update.

Die häufigsten Probleme unter iOS 7

Tippen in Zeitlupe, Bluescreens, Probleme mit dem Akku oder Schwierigkeiten mit dem WLAN stehen bei vielen auf der Tagesordnung und zehren an den Nerven. Schließlich ist das iPhonenicht einfach nur ein Telefon, das über mehrere Stunden in der Tasche verschwindet und nur selten zum Einsatz kommt, sondern ein ständiger Begleiter, den eingefleischte Smartphone-Nutzer nicht aus den Augen lassen.

Während Besitzer der neueren iPhones, dem iPhone 5, dem iPhone 5s oder dem iPhone 5c relativ problemlos durch den Tag kommen, sieht es bei älteren Modellen andes aus – die ältere Hardware scheint nicht zur rundum erneuerten Software passen zu wollen und macht immer wieder schlapp. In diesem Beitrag fassen wir für Euch iOS-7-Probleme zusammen, die vor allem iPhone-4– und iPhone 4s-Nutzer plagen.

Dabei berufen wir uns auf eigenen Erfahrungen oder Berichten aus der Community.

Im Schneckentempo: Das Gerät wird sehr langsam

Fangen wir mit einem der leidigsten Probleme an, die iPhone 4 und iPhone 4s Nutzer mit iOS 7 plagen- es ist langsam. Ein guter Freund, seines Zeichens iPhone-4-Nutzer, beschwert sich seit er sich iOS 7 auf sein iPhone gespielt hat über Probleme.

Nachdem bereits die Installation von iOS 7 einer Turtur glich, weil sich das Gerät umittelbar danach tot gestellt hatte und trotz wiederholter Start- und Auflade-Anläufe konsequent den Dienst versagte. Nun schimpft und flucht er, wenn mit seinem Gerät zum Beispiel einen Text tippen will.

Zum Beispiel in den Browser. Dann erscheinen die Buchstaben – wenn überhaupt – zeitverzögert oder tauchen nach einer kurzen Pause schlagartig auf. Vertipper stehen deshalb auf der Tagesordnung. Von den WLAN-Problemen oder Problemen mit dem Akku nach dem Update ganz zu schweigen.

Darüber hinaus ist sein iPhone 4 seit dem iOS-7-Update spürbar langsamer. DAran haben auch die Updates des iOS 7.0.x bisher nichts verändert. Das Öffnen von bereits geschlossenen Apps fühle sich wie eine Ewigkeit an: „Mindestens doppelt so lange“, behauptet er.

Akku Probleme beim iPhone

Über Akku-Probleme schimpfen nicht nur iPhone 4s-Besitzer. Auch iPhone 5s-Nutzer kennen diese Probleme. Über die Gründe dafür wird im Netz heftig spekuliert. Manche behaupten, dass iOS 7 an allem schuld sei und geben etwa den zahlreichen Effekten, wie etwa dem Parallax-Effekt auf dem Home- oder Sperrbildschirm die Schuld am vorzeitigen Akku-Aus. Ferade in Sachen Akku hatte das aktuelle iPhone einen schlechten Start:

Kaum auf den Markt, machte das iPhone 5s mit fehlerhaften Akkus Schalgzeilen,  die von Apple zurückgenommen werden musste. Nutzer klagten über lange Aufladezeiten sowie über eine kurze Akkulaufzeit. Bei manchen Geräten stellte der Akku seinen Betrieb sogar ganz ein.

Apple räumte damals ein, dass bei Geräten einer bestimmten Seriennummer tatsächlich Herstellungsfehler vorgekommen seien, die nun Akku-Probleme verursachen. Apple rief betroffene Kunden an, um ihre Seriennummer abzugleichen und bei Bedarf umzutauschen. 

Wer noch nicht angerufen wurde, aber glaubt, dass sein iPhone 5s dennoch Herstellungsfehler aufweist, kann nach wie vor einen Termin an der Genius Bar eines Apple Stores in der Nähe vereinbaren, sich an einen Apple Retailer wenden oder direkt beim Telefonservice anrufen.

Bei Kälte schwächelt der Akku

Der diesjährige Winter ließ lange auf sich warten und schlug mit Temperaturen von -12 Grad (in Berlin) umso härter zu. Neben dem üblichen Verkehrschaos bescherten die extremen Minusgrade auch iPhone-Besitzern Unannmlichkeiten: Displays sponnen und der Akku gab vorzeitig seinen Geist auf.

Diese Erfahrung musste ich auch mit meinem iPhone 5 machen, als vor ein paar Wochen eine Kältewelle über Berlin hereinbrach. Nachdem ich das Smartphone über mehrere Stunden aus der Außentasche meiner, zugegeben dünnen, Jacke herausnahm, streikte das Display und zeigte den Lockscreen nur verzerrt an.

Auch der Akku machte bei den eisigen Temperaturen schneller schlapp als gewohnt. Recherchen im Netz haben meine Vermutung bestätigt, dass die Probleme mit der Akku-Laufzeit und dem Display mit den niedrigen Temperaturen von bis zu -12 Grad Celcius zu tun haben könnten.

Wie sieht es bei Euch aus, hattet Ihr ähnliche Probleme mit Euren iPhones bei Kälte?

iphone kälte screenshot

Screenshot: iOS 7.0.4

Die Lösung: unsere Akku-Tipps für eine bessere Performance

Das beste Smartphone nützt nichts, wenn der Akku leer ist. Und so kommen viele iPhone-5-Nutzer mit einer vollen Akku-Ladung nicht über einen ganzen Tag. Besonders bitter ist es, wenn der Saft ausgerechnet am Abend nach der Arbeit ausgeht und man sich noch schnell mit Freunden verabreden will. Deshalb haben wir Euch heute fünf nützliche und einfache Tipps zusammengestellt, mit denen Ihr Eure Akku-Laufzeit verbessern könnt.

1. Wechsel in den Flugmodus bei schwachem Netz

Tatsächlich raubt die Netzsuche dem Akku einiges an Energie. Deshalb sollte man besonders bei Zugfahrten durch Gebiete mit schlechtem Empfang das Gerät in den Flugmodus versetzen. Dazu einfach in den Einstellungen den Flugmodus aktivieren.

2. Auf den Temperaturbereich achten

Schade, aber wahr: iPhone-Akku ist sehr temperaturempfindlich! So braucht es keinen Sahara-Trip, um die Akku-Laufzeit stark zu beeinträchtigen. Direkte Sonneneinstrahlung reicht völlig aus. Achtet also drauf, dass das Smartphone nach Möglichkeit nicht der direkten Sonne ausgesetzt wird. Apple gibt ganz konkrete Angaben zum Temperatur-Bereich, bei dem das iPhone „am besten funktioniert“. Dieser liegt zwischen 0 °C und 35 °C . Die Lagertemperatur fällt sogar noch extremer aus: zwischen -20 °C  und 45°C . Da stellt sich natürlich die Frage, was dieses geheimnisvolle „am besten“ bedeutet. Denn im nächsten Satz kehrt Apple mit folgender Aussage wieder ein: „Das iPhone sollte möglichst bei Raumtemperatur (ca. 22 °C ) verwendet werden.“ Das wird sich schon eher mit Euren Erfahrungen decken. 

Fazit: der iPhone-Akku ist eine „Temperatur-Memme“. Versucht extreme Kälte- und Wärmeeinwirkungen zu vermeiden.

3. Automatische Software-Aktualisierungen fressen Energie

Man sollte stets drauf achten, dass die notwendigen Softwareaktualisierungen rechtzeitig durchgeführt werden. Dies geschieht unter „Einstellungen“ → „Allgemein“ → „Softwareaktualisierung“.

4. Einstellungen optimieren

So manch eine Einstellung kann ich als echter Akku-Killer entpuppen. So sollte man (für iPhones mit iOS7 oder neuer) folgende Einstellungen überprüfen:

  • WLAN-Aktivierung: Befindet sich das iPhone in Reichweite eines WLANs, sollte man diesen unbedingt aktivieren, um Strom zu sparen: „Einstellungen“ → „WLAN“ und im Netz anmelden.
  • Helligkeit kontrollieren: Bei ausreichenden Lichtverhältnissen braucht man nicht bei Bildschirm-Beleuchtung aus dem Vollen zu schöpfen.
  • Durch die Aktivierung der „Auto-Helligkeit“-Einstellung oder das Dimmen des Displays, lässt sich die Akku-Laufzeit verlängern. Auto-Helligkeit aktiviert Ihr unter „Einstellungen“ → „Hintergründe & Helligkeit“. Hier könnt Ihr auch den Helligkeitsgrad bei Wunsch manuell dimmen.

5. Datenabgleich timen

Logisch eigentlich: Je öfter aktuelle Daten, zum Beispiel E-Mails, abgerufen werden, desto schneller geht dem Akku die Puste aus. Der Datenabruf kann manuell abgerufen oder getimet werden. 

  • Für den manuellen Abruf geht Ihr unter „Einstellungen“ → „Mail, Kontakte, Kalender“ → „Datenabgleich“ → „Manuell“
  • Zur Erhöhung des Intervalls des Datenabrufs wählt Ihr „Einstellungen“ → „Mail, Kontakte, Kalender“ → „Datenabgleich“ → „Stündlich“

Achtung: Die Intervall-Einstellung bezieht sich nicht nur auf den Abruf der E-Mails, sondern auf alleProgramme, die keinen Push-Dienst anbieten. Die Push-Dienste ihrerseits können auch deaktiviert werden, wenn man am Wochenende zum Beispiel nicht über den Eingang der E-Mail direkt informiert werden möchte. Die geschieht unter: „Einstellungen“ → „Mail, Kontakte, Kalender“ → „Datenabgleich“ und die „Push“-Option deaktivieren. 

Auch einige Apps bieten Push-Benachrichtigungen an. Diese können nach Wunsch individuell abgestellt werden, um den Akku zu schonen. Hier geht Ihr folgendermaßen vor: „Einstellungen“ → „Mitteilungen“. Dann wählt Ihr die entsprechende Anwendung aus und ändert den Hinweisstil auf „Keine“, deaktiviert die Option „Kennzeichensymbol“ sowie die Warntöne. Jetzt werden die neuen Daten erst dann abgerufen, wenn Ihr die gewünschte App öffnet. 

6. Ortungsdienste

Auch die Ortungsdienste „fressen“ sehr viel Akku. Und mal Hand aufs Herz, will man wirklich immer und überall geortet werden? So manch eine App nutzt die Ortungsdienste, um deinen Standort zu bestimmen. Welche genau das sind, könnt Ihr unter „Einstellungen“ → „Datenschutz“ → „Ortungsdienste“ einsehen. Neben allen Apps, die kürzlich deinen Standort geortet haben, erscheint ein entsprechender Hinweis neben dem Ein/Aus-Button. Könnt Ihr auf die Ortungsdienste dieser App verzichten, stellt Ihr den Schalter aus „Aus“.

Wollt Ihr die Ortungsdienste komplett ausschalten, geht das natürlich auch und zwar unter: „Einstellungen“ → „Datenschutz“ → „Ortungsdienste“. Da schlägt Ihr gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Neben der höheren Laufzeit hilft die Einstellung auch gegen den NSA-Verfolgungswahn.

Hier im Video seht ihr noch einmal die Zusammenfassung aller Tipps! 

Downgrade von iOS 7 auf iOS 6.0.x möglich?

Hätte er doch bloß nie iOS 7 installiert, raunt mein Kumpel jedes Mal, wenn er sein iPhone zückt, um irgendetwas zu googlen – egal – jetzt ist es drauf und er muss damit leben. Schließlich gibt es keinen Weg zurück – zumindest noch nicht. 

Auch die Drohung, dass er nie wieder ein iPhone kaufen werde, wird wohl auch eine leere Worthülse bleiben – einmal Apple, immer Apple – ich glaube das trifft auf die meisten Nutzer zu.

Mittlerweile ist iOS 7.0.x nicht nur bei dem besagten Freund, sondern auch fast flächendeckend auf iPhones weltweit installiert und wurde weitestgehend adoptiert. Den aktuellen Trend diesbezüglich gibt es hier zu sehen. Aktuell laufen ca. 85 Prozent der iPhones unter iOS 7, der kleine Rest vertraut auf ältere Versionen – die meisten Nutzer spekulieren wohl hoffnungsvoll darauf, dass das nächste iPhone Update mit iOS 7 die Probleme beseitigt. 

Viele mögen Apples neues iOS nach wie vor nicht und fragen sich vielleicht, ob es noch möglich ist, nachträglich z.B. auf 6.1.3 downzugraden. Die knappe und präzise Antwort lautet: Nein!

 

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