IT-Ausgaben weltweit: Deutschland auf Platz 4
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Informationstechnologien und die entsprechenden Endgeräte wie Smartphones halten immer mehr im Leben der Menschen Einzug. Sehr schön kann man dies an einer neuen Studie sehen, die das European Information Technology Observatory jetzt veröffentlicht hat. Der Erhebung zufolge gab der Durchschnittsdeutsche 2013 rund 1.500 Euro für Informationstechnologien aus – eine stattliche Summe wenn man bedenkt, dass Computer von Jahr zu Jahr billiger werden und auch Smartphones und Tablets schon lange keine Luxusobjekte mehr sind, die sich nur eine kleine, besonders technikaffine Minderheit gönnt.

Weltweit gesehen liegt Deutschland damit an vierter Stelle. Auf dem ersten Platz steht – wie zu erwarten war – die IT-Großmacht USA, deren Bürger jährlich 2.430 Euro für Computer und Co. ausgeben, danach folgen Großbritannien (1.994 Euro) und Japan (1.807 Euro). Wenn man die Zuwachsraten betrachtet stagniert Deutschland aber – im Vergleich zum Jahr 2012 gibt es kein nennenswertes Auf oder Ab, während USA und Großbritannien mit 5 bzw. 2 Prozent zulegten. Der größte Aufschwung im IT-Konsum kommt aber nicht aus Europa oder Amerika, sondern aus den wirtschaftsstarken BRIC-Staaten Brasilien (10 Prozent), Russland (5 Prozent), Indien (11 Prozent) und China (9 Prozent).  

Für den Branchenverband Bitcom, der die Zahlen auch veröffentlichte, ist die Höhe der IT-Ausgaben „der wichtigste Indikator für die Entwicklung der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft“. Deshalb dürfe man sich auf dem vierten Platz auch nicht ausruhen. Der Rückstand im Vergleich zu den USA und Großbritannien sei viel zu groß, so Verbandschef Dieter Kempf. Deutschland „muss und kann mehr in die Digitalisierung investieren“.

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