J-CAT- Taskforce gegen Cyberkriminalität
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Unter dem Dach von Europol wird eine neue Taskforce mit dem Namen Joint Cybercrime Action Taskforce, kurz J-CAT, gegründet, um Cyberkriminellen gezielt auf die Spur zu kommen.

Globale Cybercrime Experten wechseln nach Den Haag um Cyberkriminelle aufzuspüren

Das Team besteht aus Cybercrime Experten verschiedener Länder. So haben sich bisher Kolumbien, Canada, Australien, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, die USA und die Niederlände zu einem sechsmonatigen Pilotversuch verpflichtet. Des Weiteren sollen 18 Personen der Strafverfolgungsbehörden dieser Staaten nach Den Haag versetzt werden, um der J-CAT zuzuarbeiten.
Besonderes Augenmerk legt das Team, welches im Europäischen Cybercrime Zentrum (EC3) sitzen wird, auf die Bearbeitung breiter Gefahren, wie Viren, die empfindliche Daten stehlen und in der Prävention von Untergrundgeschehen wie zum Beispiel den Verkauf persönlicher Daten.

Cyberattacken auf Mitgliedsstaaten sind ein Thema beim NATO-Gipfel diese Woche

In dem Bericht des Guardians findet sich jedoch kein konkreter Hinweis darauf, ab wann Hacking Aktivitäten unter den Radar des J-CAT fallen. In Anbetracht der politischen Maßnahmen einiger beteiligter Länder könnte darüber spekuliert werden, dass auch Aktivitäten, von denen die Öffentlichkeit profitiert, von der neuen Taskforce untersucht werden, sobald diese  einen Arbeitsfluss gefunden habe und falls sie nach der ersten sechsmonatigen Phase weiterarbeiten wird. Laut eines Interviews mit dem Guardian, geht der Leiter des EC3 Troels Oerting ganz klar davon aus, dass „top-level Kriminelle“ schneller ausfindig gemacht und Operationen effektiver durchgeführt werden könnten. Bisher sieht es jedoch nicht so aus, als ob Russland an einer Mitarbeit interessiert sei. Ende dieser Woche werden sich die Staats- und Regierungschefs der NATO-Mitgliedsländer treffen. Eine der erwarteten Änderungen soll, laut eines Berichts der New York Times, die kollektive Verteidigung betreffen. Zukünftig soll jede Cyberattacke auf eines der NATO Mitglieder als Attacke auf alle 28 Staaten bewertet werden. Dabei könnte es sich auch um einen gezielten Affront gegen Russland handeln, da häufig kritisiert wird, dass Russland nach wie vor keine ausreichenden Maßnahmen gegen Cyberkriminalität ergreift.

Webinale VISIONS am 11.September in Offenbach

Die Konferenz findet am 11. September statt, Einlass ist ab 13 Uhr. Veranstaltungsort ist das Capitol in Offenbach. Der Standardpreis für ein Ticket liegt bei 69 Euro, für Studierende ist das Ganze günstiger zu haben, für 39 Euro. Für detaillierte Informationen und Ticketkauf geht es hier zur Webseite der Veranstaltung.

Aufmacherbild: Schutterstock / stockhits 

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