Katholische Kirche spendiert Sündenablass via Twitter
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Es liest sich wie eine klassische Sommerlochgeschichte: Wer dem päpstlichen Twitter Account folgt, bekommt im Fegefeuer Zeit gutgeschrieben. Hierbei handelt es sich aber nicht etwa um eine Fehlmeldung sondern um ein neues Dekret des vatikanischen Bußgerichtshofs. Ja, den gibt es wirklich!

Dieser hat nun beschlossen, dass Twitter-Follower des päpstlichen Accounts kürzere Zeit im sogenannten Fegefeuer verbringen müssen – für alle Nicht-Katholiken: Das Fegefeuer ist eine Art unbequemes Wartezimmer zum Paradies.

Vollständiger Ablass

Die apostolischen Pönitentiarie, also die Kirchenrichter, gaben in einem offiziellen Schreiben bekannt, dass gläubige Katholiken, die den Weltjugendtag in Rio de Janeiro live verfolgen, auf einen vollständigen Ablass von den Sünden hoffen dürfen. Modern, wie die katholische Kirche nun einmal ist, können Gläubige das Geschehnis via Radio, Fernsehen oder Twitter live verfolgen.

Das alles müsse aber Live geschehen, betonen die Kirchenväter in ihrer Mitteilung. Bloßes Chatten gilt nicht. Der Weltjugendtag findet vom 23. bis 28. Juli in Rio de Janiero statt. Wer sich frühzeitig um den Erlass seiner Sünden kümmern möchte, sollte frühzeitig folgendem Twitter-Account folgen: Papst Franziskus @pontifex. Wir geben aber zu bedenken, dass Rio fünf Stunden Zeitverschiebung hat. Stellt Euch also einen Wecker oder dreht Euch einfach auf die andere Seite und träumt von etwas anderem.

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