Keynote: Die wohltätigen Big Data und die Macht der Crowd
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Der Begriff Big Data bezeichnet eine unglaublich große Menge an Daten, zu deren Verarbeitung man spezielle Verwaltungstools benötigt. Aber wie groß sind diese Datenmengen eigentlich? Der Begriff “Big” ist in der Regel zu abstrakt, um eine genau beschreibende Definition zu liefern. Wichtiger ist doch die Frage danach, was jene Daten für unser heutiges, digitales Zeitalter bedeuten.

Sogenannte Frühwarnsysteme schürfen schon seit einiger Zeit aus dem Big Data Pool, um etwa Prognosen für kommende Grippewellen aufzustellen. Die Google Flu Trends zeigen beispielsweise auf einer großen Landkarte Gebiete auf, in denen die Gefahr einer Grippeinfektion besteht.

Die Daten für diese gewagte Vorraussagung entnimmt Google den Milliarden an Suchanfragen, die sich über Krankheitsbilder der Grippe informieren. Sollten also in Berlin ungewöhnlich viele Menschen in einem gewissen Zeitraum nach Grippesymptomen suchen, zeigen die Flu Trends, dass die Gefahr einer Infektion im Berliner Raum sehr hoch ist.

google flu trends

Screenshot: http://www.google.org/flutrends

Crowdsourcing für wohltätige Zwecke

Dr. Joana Breidenbach, Mitbegründerin der Organisation betterplace.org, versucht ebenfalls, die riesigen Datenmengen zu einem guten Zweck einzusetzen. Dazu stellte sie in ihrer Keynote am Dienstagabend auf der webinale in Berlin ihre Kickstarter-ähnliche Plattform betterplace.org vor. Hier können Spender gezielt Projekte unterstützen, die den Menschen an verschiedenen Orten der Welt helfen können.

Dabei geht es aber nicht nur um Geld, sondern auch um Zeit, beides wird häppchenweise an die Orte gebracht, wo es benötigt wird. Das alles wird möglich durch die Macht der Crowd: Durch viele Menschen nämlich, so sagt Dr. Breidenbach, kann aus wenig Zeit und wenig Geld viel Geld und viel Zeit werden. Betterplace.org sorgt dann dafür, dass die Ressourcen Vieler gebündelt und zielgenau eingesetzt werden.

betterplace

Screenshot: http://www.betterplace.org

Erfolg verspricht sich Dr. Breidenbach aus einem geradezu pathetischen Grund, den man gerne glauben mag: “Doing good better!” Im Grunde seines Wesens sei, wie sie betont, jeder Mensch dazu bestimmt, Gutes zu tun – und das war auch schon immer so.

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