Crowdfunding

Kickstarter kommt nach Deutschland
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Die Crowdfunding-Plattform Kickstarter soll Ende April auch in Deutschland starten. Bislang konnten Kickstarter-Projekte hierzulande nicht ohne größere Hürden erstellt werden. Von offizieller Seite wurden die Informationen bislang noch nicht bestätigt.

Wie Gizmodo berichtet, soll Kickstarter sein Deutschland-Debut bereits am 28. April haben. Ab dem 12. Mai sollen die ersten deutschen Kampagnen in die Wege geleitet werden können.

Kickstarter – eine der bekanntesten Crowdfunding-Plattformen

Genau vor sechs Jahren wurde Kickstarter als US-amerikanische Crowdfunding-Plattform gegründet. Über sie können kreative Projekte aller Art finanziert werden. Für Gründer ist die Schwarmfinanzierung inzwischen zum angesehenen und gängigen Finanzierungsmodell geworden. Anders als beim Crowdinvesting können sich Unterstützer keine Anteile kaufen, sondern erhalten einen anderweitigen Gegenwert, wie etwa ein fertiges Produkt. Auch dieses Konzept kommt bei der Masse gut an: Unternehmensangaben zufolge wurden bereits über 80.000 Projekte mit insgesamt mehr als 1,6 Milliarden USD finanziert. Neben Indiegogo ist Kickstarter die wohl bekannteste Schwarmfinanzierungsplattform weltweit.

Kampagnen nur aus den Kickstarter-Ländern möglich

Während Unterstützer von überall aus Projekte finanzieren konnten, war die Gründung von Projekten bislang auf eine kleinere Anzahl Länder limitiert. Um direkt auf Kickstarter um Unterstützung für ein Konzept zu werben, muss der Sitz des Startups nämlich in einem der zehn Länder sein, in denen die Plattform vertreten ist. Bislang sind neben den USA auch noch Kanada, Neuseeland, Australien, Großbritannien und die Niederlande mit dabei. Außerdem breitete sich Kickstarter Ende letzten Jahres auch zunehmend in Europa aus: dazu kamen Dänemark, Norwegen, Schweden und Irland. Auch in Deutschland sollte die Plattform ursprünglich bereits letzten Herbst starten, hieß es noch im Juni 2014.

Auch deutsche Gründer konnten bisher ihre Vorhaben zwar auf Kickstarter online stellen, jedoch war dies mit einigem Aufwand verbunden. Voraussetzung waren ein US-Partner in Verbindung mit einem Konto in den Vereinigten Staaten. Schon Ende dieses Monats soll sich das ändern. Anfang 2015 hat Kickstarter seine Partnerschaft mit dem Amazon Payment System an den Nagel gehängt und ist zum Payment-Anbieter Stripe gewechselt – es ist also kein Amazon-Konto mehr notwendig. Nicht nur für deutsche Startups sollen die Hindernisse endlich aus dem Weg geräumt werden; auch nach Italien und Spanien soll die Plattform kommen.

Alle Startups, die mit einer Kickstarter Kampagne liebäugeln, sollten nun schon einmal in die Vorbereitung gehen, um frühzeitig mit dabei sein zu können. Hier gibt es Tipps für eine erfolgreiche Finanzierung über Kickstarter.

Aufmacherbild: different currencies concept crowdfunding or global financing via Shutterstock / Urheberrecht: Miriam Doerr

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