Kim Dotcom – Opfer der Justiz?
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Eric Cartman – pardon, Kim Dotcom – sorgt erneut für Schlagzeilen. In einem neuen US-Verfahren gegen Megaupload und seinen Gründer Kim Dotcom beschuldigten die Anwälte des Internetunternehmers die amerikanischen Behörden, die Beweise gegen seine Firma bewusst gestreut zu haben, um sie später in einem Verfahren gegen Megaupload zu nutzen. Bereits seit über einem Jahr wird gegen Megaupload aufgrund mutmaßlicher Copyright-Verletzungen ermittelt.

Gegenstand der derzeitigen Verhandlungen ist die Anschuldigung, Megaupload habe wissentlich kopiergeschützte Inhalte auf seinen Servern gespeichert und zum Download angeboten. Schmitz Anwalt Ira Rothken, hielt nun jedoch fest, dass sich die Anklage stets auf 39 Filme beziehe, die 2010 bei einer Razzia gefunden wurden. Megaupload wird vorgeworfen, die Dateien trotz Ermahnungen auch im November 2011 noch nicht vom Server gelöscht zu haben. Dem Megaupload-Gründer zufolge sei dies jedoch auf Anraten der Behörden geschehen. Letztere hätten die Dateien für die Ermittlung gegen die ursprünglich Verantwortlichen – also jene, die diese Dateien zuerst zur Verfügung stellten – benötigt.

Wie RT USA berichtet, geht auch aus einer E-Mail der Firma Carpathia, die Server für Megaupload bereit stellte, nicht hervor, dass Megaupload die Dateien löschen soll. Vielmehr informierte man hier Schmitz lediglich über einen behördlichen Durchsuchungsbefehl und riet, die besagten Dateien auf einer CD zu speichern und an die Polizei weiterzuleiten.

So sieht sich Megaupload als Opfer und tut wenig, um die Behörden zu besänftigen. In schadenfrohen Tweets macht Kim Schmitz sich über die Polizei lustig und kündigt große Schritte und Überraschungen in den Verhandlungen an. Außerdem plant er für den Jahrestag des Abschaltens von Megaupload am 19. Januar eine neue Internetplattform zu starten – genannt Mega. Dort sollen die Dateien mit einem Schlüssel geschützt werden, zu dem nur der Uploader Zugang hat, um maximalen Schutz vor Razzien und dergleichen zu bieten.

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