Kindle Fire HDX: Amazons neue Tablets mit Fire OS 3.0 Mojito sind da!
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Ohne viel Trara – man denke an dieser Stelle ein mal an Apples groß aufgeblasene Keynotes – hat Amazon seine neuen Kindle-Fire-Tablets vorgestellt. Mit aufgefrischter Hardware und neuem Fire OS 3.0, basierend auf Android Jelly Bean, machen die drei Neulinge auf den ersten Blick eine gute Figur.

Die Fire-Familie besteht weiterhin aus drei Mitgliedern: Die Flaggschiffe sind die HDX-Modelle, die wie zuvor auch die einfachen HD-Modelle in 7 Zoll sowie in 8,9 Zoll verfügbar sind. Die Geräte kosten der Reihe nach in der Standardausführung 379 bzw. 229 US-Dollar. Als Einsteiger-Modell gibt es ein abgewandeltes Fire HD zum Preis von 139 US-Dollar, das im Vergleich zum „echten“ Fire HD aus der Vorsaison keine Frontkamera an Bord hat.

Bombastische Auflösung

Die neuen Kindles trumpfen allesamt mit ihrer Bildschirmschärfe auf. Das mit 8,9 Zoll größte Tablet der Runde löst mit 2.560 x 1.600 Pixeln (339 ppi) auf, der Kindle Fire HDX in 7 Zoll liegt mit 1.920 x 1.200 Pixeln (323 ppi) knapp darunter und das Einsteiger-Modell hat mit 1.280 x 800 Pixeln (216 ppi) ebenfalls solide Werte vorzuweisen. Zum Vergleich: Das aktuelle iPad 4 hat eine Auflösung von “nur” 2.048 x 1.536 Pixeln bei 264 ppi. Klar, dass Apple beim kommenden iPad 5 noch eine Schippe oben drauf legen wird.

Zur Software

In puncto Amazon-Software scheiden sich wie immer die Geister. Geeks würden selbstverständlich ein lupenreines Jelly Bean Android wie auf dem Nexus-Tablet von Google vorziehen. Normale Anwender geben sich, das behaupte ich jetzt einfach mal, mit Amazons Fire OS 3.0 alias Mojito zufrieden. Dieses basiert zwar auch auf Android, ist aber aufgrund der Amazon-gebrandeten Oberfläche nicht als solches zu erkennen.

Darüber hinaus ist es vor allem darauf ausgelegt, eigene Services bereitzustellen und es dem Nutzer möglichst leicht zu machen, Inhalte aus Amazons Angebotskatalog zu kaufen. Ein großes Manko ist, dass nach wie vor der Zugang zum Google Play Store fehlt. Das ist natürlich gewollt, da Amazon stoisch seinen Weg weiterverfolgt und auf eine autarke Plattform setzt.

© Amazon

Amazon CEO Jeff Bezos hat angesichts der neuen Kindle Fire Modelle gut lachen (© Amazon).

Der Mayday-Button

Amazon legt vor allem großen Wert auf guten Kundenservice für seine Produkte. Um diesen noch weiter zu verbessern, verfügen die Kindle Fire HDX Tablets über einen Mayday Button, der fest im OS integriert ist. Drückt man diesen, wird man per Video Chat mit der Amazon-Kundenhotline verbunden und kann sich bei Software-Fragen helfen lassen. Der Amazon-Mitarbeiter soll während des Gesprächs das Display des Kunden sehen können und auch Zugriff auf den Kindle haben. So kann er Kunden durch etwaige Menüeinstellungen führen und seine Schritte durch handgemalte, beschreibende Skizzen, die über der Oberfläche sichtbar werden, verdeutlichen. Wer in der Badewanne sitzt und sich kurzerhand entschließt den Kundenservice zu kontaktieren, kann ganz locker bleiben: Die Kundenberater sehen nur den Bildschirm, nicht aber den Nutzer –  sagt Amazon 😉

Fazit

In den USA sind die Kindle Fire Tablets ein Hit und werden es mit Sicherheit auch bleiben. Das liegt vor allem an Amazons breitem Angebotskatalog, der nahtlos mit den Geräten verschmilzt. Vor allem aber die niedrigen Gerätepreise ermutigen die Kunden zu Spontankäufen und Amazons Kundenservice, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, ist tatsächlich hervorragend. Soll heißen: Wer sich nach einigen Wochen doch dazu entschließt, den Kindle wieder zurückzugeben, dürfte damit keine Probleme haben. Schade ist nur, dass Amazon wie so oft nur den US-Markt bedient und es bisher noch keine Angaben dazu gibt, wann die Geräte hier in Deutschland erscheinen. Das zugegeben günstige Preisleistungsverhältnis dürfte auch hierzulande den ein oder anderen zu einem Spontankauf bewegen. 

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