Kommt zusammen! Interview mit Jens-Philipp Klein von Likemind [Startup-Sommer]
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Neue Stadt, neuer Job, keine Freunde: So ergeht es vielen Arbeitnehmern in Deutschland. Neben dem Beruf bleibt oft wenig Zeit, um neue Freundschaften zu knüpfen. Kennenlernplattformen gibt es viele – aber welche ist die passende?

Im Zuge unserer Serie Startup-Sommer sprechen wir mit Jens-Philipp Klein von Likemind, einer App, die Menschen zusammenbringen will.

WebMagazin: Erklär uns doch bitte das Prinzip von Likemind, wie funktioniert Eure Idee?

Jens: Likemind ist eine mobile App um gleichgesinnte Leute in der Umgebung auf neue Art und Weise kennen zu lernen. Jeder Nutzer publiziert auf Likemind einen Flyer, in dem er darlegt zu welchem Thema er kontaktiert werden will – beispielsweise „Wer hat Lust mit mir am Wochenende zum Karneval der Kulturen zu gehen?“. Das besondere an den Flyer sind je sechs virtuelle Abreißzettel. Jeder dieser Zettel steht für eine Konversation, d.h. wenn ich einen für mich relevanten Flyer entdecke kann ich durch virtuelles Abreißen eines der Zettel eine Konversation mit dem Flyer-Inhaber starten.


WebMagazin: Was macht Likemind besonders, wer sind Eure Mitbewerber und was unterscheidet Euch vom Rest?

Jens: Im Vergleich zu anderen Kennenlernplattformen stellt Likemind ein Thema bzw. Interesse in den Mittelpunkt des Matchingprozesses. Dies hat mehrere Vorteile, zum einen ist es leichter gleichgesinnte Personen zu identifizieren (vs. eine große Datenbank an Personen ausschließlich nach demographischen Kriterien wie Alter etc. zu durchsuchen), zum anderen ist das Thema das Flyers ein idealer „Icebreaker“ für den Start der Konversation. Darüberhinaus sorgt die Begrenzung auf sechs Abreißzettel per Flyer für eine bessere Verteilung von Kontaktanfragen innerhalb der Community, d.h. das Überschwemmen einiger weniger Nutzer mit einer Vielzahl von Nachrichten wird vermieden.


WebMagazin: Was sind die Grundpfeiler Eures Monetarisierungskonzeptes, wie verdient Ihr Geld?

Jens: Wir monetarisieren unsere App mit einem Freemium-Model. Sowohl der Download als auch die Nutzung der Basisfunktionalitäten (Flyer entdecken, Flyer posten, Chats starten) sind komplett kostenfrei. Darüber hinaus bieten wir Premiumfeatures an, welche den allgemeinen Umgang mit der App komfortabler machen (z.B. durch spezielle Pinboardfilter) oder innerhalb einer Chatkonversation weitere Kommunikationsformen freischalten (z.B. Image Sharing). Die Premiumfeatures können mit unseren eigenen virtuellen Währung „Likemind Points“ erworben werden, die wiederum mittels In-App Sales im Appstore gekauft werden können.


WebMagazin: Wie seid Ihr auf die Idee von Likemind gekommen und was habt Ihr vorher gemacht?

Jens: Am Anfang von Likemind stand die Vision einen Service zu entwicklen, mit dem ich in eine fremde Stadt kommen und auf unkomplizierte Art und Weise sofort mit Gleichgesinnten in Verbindung treten kann. Unserer Ansicht nach wird dieser Anspruch weder von existierenden People Radar Apps noch von traditionellen Onlinedatingservices abgedeckt. Das Kernteam von Likemind besteht aktuell aus einer Designerin, zwei Entwicklern und einem BWLer. Wir haben vorher alle bei anderen Startups oder als Freiberufler gearbeitet und uns erst ihm Rahmen des Aufbaus von Likemind kennengelernt.


WebMagazin: Wann seid Ihr mit Likemind Live gegangen und wie finanziert Ihr Euch?

Jens: Likemind ist seit dem 08. Juli 2013 als iPhone App verfügbar. Unsere Firma ist aktuell über Business Angels finanziert.


WebMagazin: Was sind Eure nächsten Meilensteine und was wollt Ihr in den kommenden sechs Monaten erreichen?

Jens: Wir fokussieren uns derzeit darauf die Exerperience der iPhone App weiter zu verbessern. Sobald diese Entwicklung abgeschlossen ist, werden wir Likemind auf Android sowie ggf. andere mobile Plattformen bringen. Wir erwarten innerhalb von 6 Monaten eine signifikante 6-stellige Nutzerzahl mit starken lokalen Hubs und hoher Nutzeraktivität aufgebaut zu haben.

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