Kontoinaktivität-Manager: Wem vererbt Google meine Daten
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Was passiert mit meinem Konto nach meinem Tod? Wir hoffen, dass sich noch niemand von Euch diese Frage stellen muss, dennoch ist es wichtig zu wissen, dass Google dafür eine Lösung bietet. Sie heißt Kontoinaktivität-Manager und kümmert sich um den Verbleib Eurer Daten.

Die nötigen Einstellungen findet Ihr unter den Accountdaten Eures Kontos oder unter folgendem Link: https://www.google.com/settings/u/0/account/inactive. Hier können dann in wenigen Schritten eine Wartefrist, Kontaktbenachrichtigungen oder selbst eine komplette Kontolöschung nach überschrittener Inaktivität festgelegt werden.

Bruce Willis auch

Auch Bruce Willis stand vor rund einem halben Jahr in den Schlagzeilen, weil er seine iTunes-Bibliothek angeblich nicht an seine Töchter vererben durfte. Zwar stellte sich Bruce Willis’ direkte Involvierung in diesen Fall später als Fake heraus, dennoch begannen netzseitig die Debatten um Eigentumsrechte digitaler Medien. Und diese sind in Cupertino noch immer sehr schwammig formuliert. Während man nämlich andere (z.B. seine Frau und Kinder) mit der eigenen Apple ID herumhantieren lassen kann, ist der Verkauf der digitalen Lieder illegal. So heißt es in den Apple-Richtlinien:

You may not use anyone else’s Apple ID, password or account at any time without the express permission and consent of the holder of that Apple ID, password or account.

Man darf also eine fremde Apple ID nutzen, wenn man die Erlaubnis des Besitzers hat. Gibt man sie demnach innerhalb der Familie oder selbst unter Freunden weiter, sollte das laut Apple-AGB in Ordnung sein. Beim Weiterverkauf eigener Bibliotheks-Inhalte sieht das Ganze schon anders aus. Denn verkauft man einen Song beispielsweise über die Plattform ReDigi, wird beim Hochladen eine illegale Kopie des Songs angefertigt, was dann aus Sicht Apples und eines US-Richters bei der jüngsten Entscheidung in diesem Fall als nicht zulässig gewertet wurde.

Das Vererben bleibt hingegen legal, jedoch müsste man nach seinem Tod strenggenommen im Testament festlegen, dass die Apple ID von wem auch immer verwendet werden darf. Google zeigt sich derweil mit dem Kontoinaktivität-Manager deutlich strukturierter.  

Aufmacherbild: © Google

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