Kostenlose Musikvideos bei Vevo – YouTube bekommt Konkurrenz
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Der Musikvideodienst Vevo ist in Deutschland gestartet und schickt sich an, der Google-eigenen Videoplattform YouTube Konkurrenz zu machen – zumindest in der Sparte Musikvideo. Anders als bei YouTube erscheint bei vielen Vevo-Musik-Clips nicht der Hinweis „Dieses Video ist in Deinem Land nicht verfügbar“. Ein Großteil der YouTube-Videos wird in Deutschland geblockt, weil sich Google bisher nicht mit der Verwertungsgesellschaft GEMA auf ein Entlohnungskonzept einigen konnte und so bleiben deutschen YouTube-Nutzern ausgerechnet die beliebtesten Videos im Netz verwehrt.

Die Macher von Vevo haben sich hingegen mit der Gema auf ein gemeinsames Verwertungssystem geeinigt und bieten nun exklusiv und kostenlos Musikvideos von Miley Cyrus oder Michael Jackson an.

App, Apple TV und Co.

Die Vevo-Videos können hierzulande auf der Xbox, dem Apple TV oder, mit einer iOS-App bzw. Android-App, auf mobilen Geräten angesehen werden. Dabei verden die Clips wie bei YouTube gestreamt, sodass sich bei Smartphones und Tablets eine Nutzung via WLAN-Verbindung empfiehlt.

Sharen oder speichern

Vevo-Videos bietet die klassischen Share-Funktionen wie Embed-Code oder Social Media Buttons. Eine Besonderheit ist, dass man die abgespielte Musik direkt via iTunes kaufen kann.

vevo

Screenshot. http://www.vevo.com/watch/joe-budden/pump-it-up/USDJM0300009

Frisches Webdesign

Besonders erwähnenswert ist auch das Webdesign von Vevo. Auf einem großflächigen Slider werden Videos von aktuellen Künstlern promotet. Darunter werden weitere Interpreten in Kachelförmig angelegten Bildern präsentiert.

Sucht man einen bestimmten Sänger, wie etwa Michael Jackson, erscheint ein dunkler Bildschirm, auf dem in weißer Schrift die verfügbaren Titel zur Person stehen – ganz wie in einem Album-Booklet. YouTube sieht, trotz etlicher Redesigns in der Vergangenheit, vergleichsweise altbacken aus.

Revival der Musikvideos?

Die wahre Stärke von Vevo liegt aber nicht im Aussehen sondern in seinem Angebot. Kritiker rümpfen sich jedoch die Nase und behaupten, dass die Zeit der großen Musikvideos vorbei sei – zumindest in Deutschland. Schließlich sei die jetzige Teenager-Generation nicht mit Musiksendern wie Viva oder MTV aufgewachsen und hatte nur eingeschränkten Zugriff auf aktuelle Musikvideos, wie die von Justin Bieber, dessen Videos übrigens hierzulande von der GEMA bei YouTube geblockt werden. Andererseits ist es aber auch möglich, dass User gerade deshalb Vevo schnell in ihr Herz schließen, so lange sie dieses Videoangebot nutzen können.

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