Kündigung nach Facebook-Lästereien
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Ist Dein Chef ein „Klugscheißer“ oder gar eine „Speckrolle“? Dann behalte es für Dich sag’s Deinen Freunden in der Kneipe oder läster Daheim – privat. Denn auf Facebook haben solche Äußerungen nichts zu suchen und können einem den Job kosten. So entschied heute das Amtsgericht Duisburg über eine fristlose Kündigung, die dem Arbeitnehmer ausgesprochen wurde, weil er seinen Vorgesetzten auf Facebook „Klugscheißer“ und „Speckrolle“ genannt hatte.

Mit diesem Urteil folgt das Amtsgericht Duisburg ähnlichen Kündigungsfällen, die mit verbalen Ausfällen auf Social-Media-Plattformen zu tun hatten. Zur Begründung: Facebook ist ein öffentlicher Ort, in dem Posts von einer Vielzahl von Menschen gelesen, geliket oder im schlimmsten Fall geteilt werden können.

Wir haben uns mittlerweile so sehr daran gewöhnt, unser ganzes Leben in Fotos und Kommentaren stichpunktartig und virtuell zu dokumentieren, dass manche von uns auch den Unmut über den Chef für alle sichtbar posten.

Die Entscheidung des Gerichts ist nachvollziehbar – oder würdet Ihr Euch auf die Einkaufsstraße stellen und Beleidigungen über andere Menschen in die Menge brüllen?

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