Kündigungs-Shitstorm auf Twitter
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Die britische Handelskette hat im Zuge der Insolvenz 190 Mitarbeiter in Verwaltung und Vertrieb entlassen – jetzt wehrten sich die Mitarbeiter gegen eine Kündigungswelle auf originelle Art. Sie kaperten kurzerhand den Twitteraccount des Unternehmens, dem rund 65.000 Menschen folgen, und machten ihrem Frust auf diese Weise öffentlich Luft.

So hieß es in den ersten, der insgesamt 60 versendeten Tweets der Mitarbeiter:

Wir twittern live von der Personalversammlung, bei der wir alle gefeuert werden. Wie aufregend!

Eine Massenexekution treuer Mitarbeiter, die die Firma lieben.

Zur Belustigung der Follower trugen die Angestellten dadurch bei, dass sie behaupteten, der Twitter-Account sei vor 2 Jahren von einem Praktikanten eingerichtet worden und der Marketing-Direktor erkundige sich nun, wie man Twitter ausstellen könne.

Nun bekannte sich Poppy Rose Cleere, eine ehemalige Mitarbeiterin des Unternehmens, gegenüber mirror news zu den Tweets. Unter normalen Umständen hätten sie nie zu solchen Mitteln gegriffen, doch da die Mitarbeiter sich hilflos der Tastache gegenüber sahen, dass Verantwortliche das Unternehmen finanziell ruinierten und nun allein die Angestellten die Konsequenzen zu tragen hätten, sah man keine andere Möglichkeit. Die Unternehmensspitze habe nie die Bedeutung der sozialen Medien begriffen, so die 21-jährige-Angestellte, was sie mit ihrer Tweet-Lawine noch einmal eindrucksvoll unter Beweis stellten.  Entschuldigen möchte sich Poppy Rose Cleere aber dennoch nicht, denn irgendjemand habe schließlich den Mund aufmachen müssen. Über Twitter erhielt sie dafür große Unterstützung. Inzwischen wurden die Posts zwar wieder gelöscht, doch da von ihnen Screenshots entstanden, machen die Tweets und das Schicksal der HMV-Mitarbeiter nun weiterhin in den Medien die Runde.

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