Lasertastatur für iPhone oder iPad im Test
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Social Media, im Internet surfen, Videos schauen oder Musik hören: Smartphones und Tablets ersetzen immer mehr Geräte im Alltag. Wer aber längere Texte auf den mobilen Endgeräten schreiben will, verzweifelt schnell an den kleinen virtuellen Tastaturen und greift stattdessen wieder auf den guten alten Laptop zurück. Um das Nutzerverhalten hier zu optimieren sorgen Entwickler jetzt mit Lasertastaturen für Aufsehen. Doch was bringen die projizierten Tastaturen? Wir haben für euch getestet. 

Eine Möglichkeit, Smartphones oder Laptops um eine große Tastatur zu erweitern, bietet die Lasertastatur Magic von Celluon. Anders als ein Keyboard Case wie beispielsweise die Version für das iPhone 5 und 5s, projiziert das sieben Zentimeter hohe Gerät eine Tastatur per Laser und erkennt die Tastenschläge per Infrarot.

Heute testen wir das kleine Gerät auf dem iPad und dem iPhone auf Herz und Nieren. Was taugt die futuristische Tastatur? Erfahrt es hier in unserem Praxistest:

Die Lasertastatur im Test

Auspacken, Aufbauen und Kompatibilität

Der Magic Cube ist schnell ausgepackt und angeschlossen: Wer die Laser-Tastatur an einem Desktop-Computer nutzen will, muss das Gerät mit dem beiliegenden USB-Kabel mit dem Computer verbinden. Der On/Off-Schalter des Cubes befindet sich auf seiner Rückseite.

In unserem Test hat es ca. fünf Minuten gedauert, bis die Tastatur erkannt wurde, dann lief sie aber einwandfrei, ohne Unterbrechungen.

laser tastatur test

© Software & Support Media

Die Lasertastatur für mobile Geräte einrichten

Wer den Magic Cube mit seinem Smartphone oder Tablet nutzen will, braucht kein USB-Kabel, schließlich wird eine Bluetooth-Verbindung zwischen den Geräten aufgebaut und die muss man erst einrichten. Im Gegensatz zu Vorgängermodellen der Laser-Tastatur kann das Gerät nun auch mit Apple-Geräten wie dem iPhone, dem iPad oder dem iPod genutzt werden, ohne dass eine kostenpflichtige App dazugekauft werden muss. Wir haben den Cube mit dem iPhone 5 getestet.

Damit die Lasertastatur im mobilen Einsatz einwandfrei funktioniert, muss der Akku des Cubes zunächst aufgeladen, eingeschaltet und der HDI-Schalter auf der Rückseite eingeschaltet sein. Anschließend aktiviert man auf seinem Smartphone die Bluetooth-Funktion, tippt auf Celluon und gibt über die virtuelle Tastatur den angezeigten Code ein:

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Die Größe der projizierten Tastatur

Wenn man den Magic Cube vor sich auf den Tisch stellt, ist die Tastatur 25 Zentimeter lang und rund zehn Zentimeter hoch. Zum Vergleich: Die Tastatur des iPads ist 20 Zentimeter lang und beim iPhone 5 sind es im Landscape-Modus neun Zentimeter.

Je höher man den Magic Cube hält, desto größer wird die Projektion der Tastatur – allerdings erkennt der Sensor des Gerätes die Fingergesten nicht mehr und die Tastatur wird damit unbrauchbar.

laser tastatur test

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Lichtverhältnisse und Unebenheiten

Die Helligkeit der Laser-Tastatur hängt sehr von den Lichtverhältnissen in der Umgebung ab. Der hellste Raum in der Redaktion ist von drei bodentiefen Fenstern umgeben – hier war die Projektion zwar noch erkennbar, aber deutlich schwächer als in einem dunkleren Raum.

Der Sensor des Magic Cubes hat in unserem Praxistest die Tastenanschläge jedoch immer erkannt. Wer den Cube aber überwiegend draußen nutzen möchte und schlecht sieht, könnte Schwierigkeiten haben, die Tastatur zu erkennen.

Damit das Arbeiten mit dem Cube einwandfrei funktioniert, braucht man eine flache ebene Fläche von 25×25 Zentimetern. Bei Unebenheiten oder Hindernissen entwickelt der Magic Cube ein Eigenleben und tippt wild irgendwelche Buchstaben. Ein Tippen auf dem Schoß ist leider nicht möglich.

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Handhabung und Tippen

Im ersten Moment fühlt sich das virtuelle Tippen auf dem Tisch etwas ungewohnt an, aber daran gewöhnt man sich schnell. Jede Tastatureingabe wird von einem leisen Klickgeräusch begleitet, sodass man ein direktes Feedback bekommt, ob die Eingabe erfolgreich war. Leider kann man auf der Laser-Tastatur nicht so schnell tippen wie auf einer Hardware-Tastatur.

Das von uns getestete Gerät bietet nur ein US-amerikanisches Tastatur-Layout. Das stört aber nicht weiter, weil sich Buchstaben und Zahlen (außer dem Y und dem Z) an der gewohnten Stelle befinden. Lediglich bei Sonderzeichen wie @ muss man sich neu orientieren.

Deutlich tippen!

Das Tippen selbst geht flüssig von der Hand, jedoch muss man aufpassen, dass der Sensor auch den Finger erfasst, der gerade tippt und nicht von anderen Fingern verdeckt wird. Wenn man zum Beispiel die Hände über der Tastatur hält, während man mit dem Daumen die Leertaste anschlägt, wird das vom Sensor nicht erfasst:

laser tastatur test

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Preis, Spezifikationen und Fazit

Der Magic Cube ist zwar mit knapp 149 Euro kein günstiges Gadget, eignet sich aber, wenn man sein Smartphone oder Tablet unterwegs um eine größere Tastatur erweitern will, weil es mit seiner kompakten Größe von 7,5 x 4 x 3 Zentimetern und 80 Gramm gut in die Hosentasche passt. Laut Hersteller reicht ein voller Akku rund 150 Minuten lang.

Bei längerem Tippen könnte es sein, dass gerade Schnelltipper nach einer Weile die Lust am Gerät verlieren, weil der Sensor nicht so schnell hinterherkommt oder weil abstehende Finger die Tastatureingaben verfälschen.

Die Laser-Tastatur Magic Cube von Cellulon gibt es unter anderem bei getDigital für 149 Euro.

Verschafft euch einen eigenen Überblick!

Hier im Video könnt ihr selbst noch einmal live miterleben, wie die Lastertastatur funktioniert. Was ist euer Fazit für die Lastertastatur? Ein tolles Gadget oder doch nur überflüssiger Schnickschnack? Hinterlasst uns eure Meinung im Kommentarfeld! 

 

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