Leistungsschutzrecht für Presseverlage: Freibrief für Google
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Mehrere Verlage, die in der Verwaltungsgesellschaft VG Media organisiert sind, haben Google einen Freibrief für die kostenlose Nutzung ihrer Verlagsinhalte erteilt. Dieser Schritt wird von VG Media damit begründet, dass Presseerzeugnisse der Presseverleger, die durch VG Media vertreten werden, auf den Google-Oberflächen nur noch sehr eingeschränkt dargestellt werden. Um dies zu vermeiden, darf Google nun diese Inhalte kostenlos nutzen.

„Marktmacht Googles“

In der von der VG Media veröffentlichten Pressemitteilung klagt die Verwertungsgesellschaft über das Gebaren Googles „das Vorgehen Googles sei kartellrechtswidrig“.

Die VG Media Presseverleger halten das Vorgehen Googles für kartellrechtswidrig. Google nutze seine Marktmacht aus.

Google, der virtuelle Zeitungskiosk

Viel Lärm um nichts? Blicken wir doch einmal zehn Jahre zurück. Es gab noch keine Smartphones, das Internet entwickelte sich fröhlich vor sich hin und viele von uns gingen regelmäßig an den Zeitungskiosk, um sich neuen Lesestoff zu besorgen. Wie hat man sich damals die Magazine ausgesucht?

Wir haben die Zeitschriften aufgeschlagen, die Überschriften gescannt, die Texte angelesen oder einfach nur die Bilder angeschaut. Das Magazin, das den besten Eindruck hinterlassen hat, wurde gekauft – der Rest blieb im Kiosk. 

Klick! Die virtuelle Währung im Netz

Wenn Verlage ihren Content ins Internet stellen, dann muss es auch einen zentralen Anlaufpunkt geben, an dem potenzielle Leser stöbern können – wie früher am Kiosk, erinnert Ihr Euch? Das ist heutzutage nun einmal Google – bei den meisten hat sich das inzwischen so eingebürgert. Als potenzieller Leser und Kunde – die Werbebanner gehen nicht spurlos am Nutzer vorbei – erwarten User eine kleine Info, bevor sie die Verlage mit ihrer Zeit und ihrem Klick bezahlen.

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