Malware

Malware in Deutschland 2015
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Wie groß ist die Bedrohung durch Malware in Deutschland tatsächlich? Welche Arten vom Malware sind besonders stark verbreitet und welche Bundesländer sind am stärksten betroffen? Folgende Infografik zeigt Zahlen und Fakten zur aktuellen Situation in Deutschland.

Lautlose Einbrecher

Es sind Einbrecher, die völlig geräuschlos agieren und keine Fingerabdrücke hinterlassen. Die Rede ist von Hackern. Ihre digitalen Brechstangen sind Malware-Programme. Mit ihnen dringen sie in fremde Computer ein, räumen vertrauliche Daten wie Konto-Passwörter oder PinCodes ab und richten Schaden am System an. Malware stellt ein Sammelbegriff für Schadsoftwares jeglicher Art dar, die Cyber-Kriminelle mit den verschiedensten Tricks in die Ziel-Computer einschleusen. Zu den bekanntesten Varianten zählen Viren, Würmer und Trojaner. Im Schatten seriöser Webpräsenzen wächst die unsichtbare Bedrohung unaufhörlich.

Schnell kann es passieren, dass sich ein Nutzer auf eine verseuchte Internetseite verirrt, die seinen Rechner infiziert. Laut AV-Test entstehen täglich sage und schreibe 390.000 neue SchadsoftwaresEin solcher Wert lässt es kaum verwunderlich erscheinen, dass nach Schätzungen von IT-Experten weltweit jeder dritte Computer von Malware befallen ist. Die Zahlendimensionen deutscher Schadprogramm-Statistiken dürften ebenfalls einen unsanften Wachrüttel-Effekt hervorrufen. Repräsentativen Studien zufolge kann hierzulande mehr als die Hälfte der Computernutzer von persönlichen Erfahrungen mit Viren, Trojanern und Co. berichten.

Malware in Deutschland

Besonders gefährdet sind die Rechner in Bayern, Sachsen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Berlin. Das stetig expandierende digitale Paralleluniversum hinter unseren Computerbildschirmen bietet immer mehr Freiräume für die Ausbreitung von „Schurkenprogrammen“. Um zu verhindern, dass die boomende Malware-Industrie aus ihren dunklen Winkeln heraus den Globus mit ihren Schadprodukten überschwemmt, entwickeln die Software-Sicherheitshersteller ihre Schutztechnologien pausenlos weiter. Viele Nutzer unterschätzen allerdings die Netzgefahren und verzichten darauf, den eigenen Computer mit einem robusten Immunsystem in Form einer hochwertigen Anti-Virensoftware auszustatten.

Die Konsequenz: Weltweit sind Millionen Rechner infiziert. Im vergangenen Jahr wurden rund 142 Millionen neue Malware-Programme kreiert. Das entspricht 390.000 Schad-Softwares pro Tag. Trojaner machen mit 80 Prozent den Großteil der Malware aus. Trojaner sind Programme, die sich als vermeintlich nützliches Programm ausgeben, jedoch einmal installiert, Daten ausspähen können. Passwörter und Pin-Codes sind nach einem Trojaner-Befall nicht mehr sicher und sollten umgehend geändert werden. Der Begriff Trojaner lehnt sich an das mythologische trojanische Pferd an, mit dem sich die Griechen – in einem hölzernen Pferd versteckt, Zugang zur Burg von Troja verschafft haben und damit die Festung von innen her angegriffen haben.

Banking-Trojaner

Banking-Trojaner sind ein sehr lukratives Geschäft für Cyberkriminelle und mit den Bankdaten der Nutzer lässt sich eine ganze Menge Unfug treiben. Unverständlicherweise sind Sicherheitstechnologien wie Mehrfaktor-Authentisierung und moderne Chips bei den Banken immer noch eine Ausnahme – das ruft natürlich Angreifer auf den Plan.

„Quantified Self“

Durch Fitnessbänder, Datenbrillen und Co. nimmt das Aufzeichnen, Analysieren und Auswerten von personenbezogenen Daten immer mehr zu. Sogar Krankenversicherungen setzen mittlerweile auf den Trend mit den Wearables, um über gesundheitliche Daten den Versicherungstarif berechnen zu können. Es ist zu befürchten, dass der Datendiebstahl in diesem Bereich zunehmen wird. Netzsieger präsentiert Zahlen und Fakten zu Malware-Attacken in folgender Infografik:

Malware-Statistiken

Malware-Statistiken

 

http://www.netzsieger.de/ratgeber/malware-statistiken

 

Aufmacherbild; Graffiti skull bone via Shutterstock / Urheberrecht: Andrr

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