Marketing für das Jahr 2014! Schluss mit Social Media? [webinale 2014]
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Robert Seeger, auch „Webinator“ genannt, ist studierter Kunsthistoriker und renommierter Experte für innovatives Marketing. Schon seit über 15 Jahren ist er als Berater für große und kleine Unternehmen unterwegs, die auf seine etwas verrückte Art und sein ausgefeiltes Handwerk vertrauen. Sein Motto: Mehr Mut und wilder Spaß.

Die Zukunft des Social Marketings

Auf der diesjährigen webinale, die vom 1. bis 4. Juni in Berlin stattfindet, hat er einen spannenden Vortrag gehalten. Es ging um die Social Media, der Titel lautete: „Schluss mit Social Media? Marketing für das Jahr 2014“. Die Provokation erkannte man also schon in der Headline.

Aufgeweckt betrat der Experte die Bühne und legte munter mit seinem charmanten Österreicher-Akzent los. Getreu seinem eigenen Motto, begeisterte er das Publikum durch eine gehörige Portion Humor und dabei viel nützliches Wissen.

Seine wichtigste These: Wer keinen guten Content hat, um diesen zu transportieren und über die Social-Media-Kanäle zu verbreiten, der braucht dies auch nicht tun. So ließen sich besonders schwerwiegende Fehler vermeiden. Um erfolgreich Social Media zu bespielen, muss man zuerst Zuhause (also auf der Website oder im Produktportfolio) die Leichen beseitigen. Erst wenn der Frühjahrsputz erfolgreich abgeschlossen wurde, beschäftigt man sich mit Social Media. Nicht umgekehrt.

Loyalität schaffen

Gehen wir davon aus, dass das Produkt stimmt, die dazugehörige Website auch. Wie schafft man es nun, die Kundenbindung nachhaltig zu steigern, Loyalität zu generieren und echte Begeisterung zu provozieren.

Heute ist Kunden-Zufriedenheit nicht genug, sagt Robert Seeger. Begeisterung und Enthusiasmus sind  gefragt. Beispiel Apple – abgesehen von der Qualität, ist das Produkt auch „fürs Herz“ der Fans gut, weil das Unternehmen es dank strategischen Marketings geschafft hat, die Kundenbindung enorm zu stärken. Einmal Apple, immer Apple – ungefähr so.

Unternehmen sollen Kunden zu echten Fans machen. Der echte Fan unterscheidet sich grundlegend vom Kunden. Der echte Fan ist loyal trotz aller Enttäuschungen. Der Kunde, wenn er unzufrieden ist, ist weg.

Seine Session sei von Tinder inspiriert, so Robert. Einer Anwendung für Abenteuer-, Liebesdurstige und Zeitmangel geplagte Menschen auf der Suche nach neuen Menschen, neuen Erlebnissen und zwar schnell und einfach. Wisch nach rechts – Like, Wisch nach links – Dislike und weg. Emotional, schnell, intuitiv. So, wie Social Media auch funktionieren sollte.

Social Media passiert JETZT

Social Media passiert genau jetzt. Nicht morgen, nicht gestern, sondern genau jetzt. Damit scheiden die meisten Unternehmen schon aus, die zuerst wochenlang planen, analysieren, testen und nachbesprechen. Die Zielgruppe von Social-Media-Kampagnen lebt im Moment. Menschen gehen ins Bett und checken schnell Facebook und Twitter. Sie wachen auf und checken wieder die Plattformen auf der Suche nach neusten Informationen. 

SCHNELL sein ist der Schlüssel

Social-Media-Aktivitäten müssen schnell passieren. Wer zu spät kommt, den bestrafft nicht nur das Leben, er braucht sich gar nicht mehr anstrengen. Er ist zu spät. Manchmal ist nicht derjenige erfolgreich, der gut ist, sondern derjenige, der schnell war. Ausgiebige Analysen, Planung und Kontrollen funktionieren nicht immer im Social-Media-Bereich. Es geht vor allem um schnelle Reaktionen am Puls der Zeit. 

Social Media braucht LIEBE

Social-Media-Plattformen müssen mit Liebe gefüllt werden. Der erste Flirt könnte die Antwort auf ein Fan-Kommentar sein, die Liebe entsteht dann aus einer Reihe von Antworten und Interaktionen, die von Respekt zeugen. Denn ohne Respekt ist jede Liebesbeziehung zum Scheitern verurteilt. Sie wird auch Scheitern wenn Zuhören nicht auch gleichzeitiges Verstehen implementiert. Ob positive oder negative Kommentare der Fans – jeder erwartet eine Antwort und bekommt diese auch bei intelligentem Social-Media-Marketing.

Weitere wichtige Elemente einer erfolgreichen Social-Media-Kampagne sind Glück, Experimente, Vielfalt und Glücksmanagement. Sexy sollte eine Kampagne auch sein – sexy für die entsprechende Zielgruppe, wohlgemerkt. 

Erfolg für Social Media

  • Guter Content
  • Professionelle Website (responsive, aktuell, Share Bottons)
  • Aktionen im Jetzt
  • Schnell sein
  • Leidenschaft
  • Vielfalt
  • Loyalität der Fans gewinnen
  • Bindungen statt flüchtiger Flirts
  • Glückgefühl vermitteln
  • Menschen statt Algorithmen
  • Story statt Plan

Das Durchhaltevermögen ist bei der Umsetzung von Social-Media-Kampagnen auch von großer Bedeutung. Viele Unternehmen steigen aus, sobald es von der lernenden in die kämpfende Phase übergeht. Aber erst danach kommt die erntende Phase, auf die es zu warten und hinzuarbeiten gilt.

 

 

 

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