Microsoft schließt Sicherheitslücke beim Internet Explorer – auch unter Windows XP
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Microsoft hat am Donnerstagabend damit begonnen, die kritische Sicherheitslücke zu schließen, welche alle aktuellen Versionen des Internet Explorers betrifft (wir berichteten). Überraschenderweise wird auch ein Patch für alle Versionen von Windows XP (inklusive Embedded) bereitgestellt, obwohl der Support für das Betriebssystem offiziell am 08. April ausgelaufen war. Das kündigte Microsoft in einem Blogeintrag an.

Nutzer, die automatische Updates aktiviert haben, müssen nichts tun. Die Sicherheitslücke wird per Windows-Update automatisch geschlossen. Wer die automatischen Updates nicht aktiviert hatte, sollte das spätestens jetzt tun und unter Systemsteuerung > System und Sicherheit > Windows Update nach dem entsprechenden Update suchen. 

Adrienne Hall schreibt in ihrer Stellungnahme, man habe entschieden, das Update schnell und effizient und für alle Kunden durchzuführen – auch für Windows XP. Und das, obwohl der Support am 08. April offiziell ausgelaufen war. Der plötzliche Sinneswandel könnte mit der Tatsache zusammenhängen, dass Kunden Microsoft stattliche Summen für den verlängerten Support von Windows XP bezahlen. Unter anderem geben Regierungen mitunter Millionen für Supporverlängerungen aus, weil etliche Staats-PCs unter XP laufen. Hall betont in ihrer Stellungnahme, dass Microsoft dennoch davon abrät, Windows XP zu benutzen. Man solle auf die aktuellen Versionen von Windows 7 und 8.1 umsteigen, da die Nutzung des rund zehn Jahre alten Systems per se ein Sicherheitsrisiko darstelle.

Die Sicherheitslücke im Internetexplorer wurde am Freitag letzte Woche entdeckt und betrifft alle aktuellen Versionen des Browsers. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI warnte davor, Microsofts Browser zu nutzen. Generell konnte die Lücke mithilfe einer manipulierten Website ausnutzen. Das Opfer musste nur per Link auf die Seite gelockt werden. Anschließend konnten Angreifer Remote Schadsoftware auf das betroffene System schleusen. Auch Behörden in den USA und Großbritannien warnten vor der Nutzung des Browsers. 

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