Microsoft streicht Support für XP – Was dann?
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Der Countdown läuft unermüdlich: 19 Tage, 10 Stunden, 52 Minuten, 44 Sekunden. Und dann? Nach Ablauf dieser Frist wird Microsoft seine Unterstützung für Windows XP beenden.After 12 years, support for Windows XP will end on April 8, 2014“ heißt es auf der Website von Microsoft, direkt unter den unheilverheißenden Zahlen, die dem Ende von XP entgegen ticken.

Das Betriebssystem – eXPerience – wurde im Jahr 2001 von Bill Gates vorgestellt. Nun wird es in 19 Tagen, am 8. April, sich selbst überlassen. An diesem Tag wird Microsoft das letzte Sicherheitsupdate für XP veröffentlichen, danach wird es weder Wartungen, noch technische Unterstützung für den Klassiker unter den Microsoft-Betriebssystemen geben. Neu entstehende Sicherheitslücken werden somit zukünftig offen bleiben.

Was bedeutet das?

Computer, die mit XP laufen, werden auch weiterhin funktionieren, dennoch empfiehlt Microsoft dringend die Migration zu einem modernen Betriebssystem, z.B. Windows 8.1. Durch die endende Unterstützung entstehen gravierende Schwachstellen, die von Malware ausgenutzt werden können. Hacker werden sich durch eben diese Schlupflöcher erleichtert Zugriff auf Rechner verschaffen können, auch Anti-Viren Programme bieten dann nicht mehr ausreichend Schutz. Zudem hatten Internet-Kriminelle schon seit Langem die Möglichkeit, sich auf diesen Moment vorzubereiten, so werden Informationen über die Sicherheitslücken in XP bereits für viel Geld verkauft.

Das Ausmaß dieser Umstellung ist enorm: XP ist derzeit noch auf jedem dritten internetfähigem PC installiert. Besonders große Firmen, Regierungen und Banken trifft es schwer.

Auch nach Ende des Supports laufen beispielsweise viele hunderttausende Rechner der US amerikanischen Regierung noch mit dem veralteten Betriebssystem. Auch der Deutsche Bundestag ist betroffen, viele Abgeordnete arbeiten ebenfalls mit XP – dies wird problematisch, da die sensiblen Daten, trotz sicherer Umgebung, nicht mehr ausreichend geschützt werden. Gründe dafür, dass noch kein Upgrade vorgenommen wurde, sind die hohe Aufwendigkeit der Umstellung und die entstehenden Kosten.

Insbesondere Banken geraten nun unter Zugzwang, da die meisten Geldautomaten weltweit mit Windows XP laufen. Geldinstitute, die das Problem bis jetzt noch nicht in Angriff genommen haben, stehen nun unter enormen Zeitdruck. Eine Umstellung ist aufwendig, deshalb sind viele gezwungen, um einem Systemabsturz vorzubeugen, einen Wartungsvertrag mit Microsoft abzuschließen – was Sie teuer zu stehen kommt.

Was tun?

It means you should take action“ – lautet der Rat von Microsoft. Man solle sich nicht mehr als geschützt betrachten. Die Umstellung auf ein Betriebssystem, welches weiterhin Updates erhält, ist ausschlaggebend, um einen effektiven Schutz vor Schadsoftware zu gewährleisten.

 

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