Microsoft verdient weiter an Android Smartphones: Patent-Deal mit Foxconn
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Microsoft verfügt über eine lange Liste an Android-Herstellern, die im Rahmen verschiedener Patentvereinbarungen Zahlungen abtreten. Mit der Foxconn-Dachgesellschaft Hon Hai wurde diese Liste nun um einen mächtigen neuen Lizenznehmer erweitert. Immerhin produziert Foxconn rund 40 Prozent aller elektronischen Endkunden-Geräte weltweit, darunter Produkte von Apple, Samsung und Nintendo.

Der jüngst abgeschlossene Deal dreht sich um bei Foxconn produzierte Smartphones, Tablets und TV-Geräte mit den Betriebssystemen Android und Chrome OS.  Wie immer wurden keine Details der Vereinbarung bekannt gegeben, Microsoft bestätigte lediglich, künftig Zahlungen von Foxconn zu erhalten.

Allerdings soll pro Android-Gerät nur einmal gezahlt werden – mit Geschäftskunden, die sowieso schon Patentzahlungen an Microsoft abtreten (beispielsweise Acer) muss Foxconn wohl selbst zu einer Regelung kommen.

Microsoft rühmt sich mit seinen über 1.100 Lizenzvereinbarungen und der Absicht, der gesamten Welt das eigene Intellectual-Property-Portfolio zugänglich zu machen. In Wahrheit sind die Intentionen des Software-Giganten aber weniger großzügig. So wurde vor kurzem bekannt, dass Microsoft mehr an derartigen Lizenzeinnahmen verdient als am eigenen Smartphone-OS Windows Phone. Experten gehen davon aus, dass HTC 10 US-Dollar pro verkauftes Gerät an Microsoft abtritt, Samsung zwischen 10 und 12 US-Dollar.

Inzwischen hat Microsoft Patentvereinbarungen mit nahezu allen großen Android-Herstellern, darunter Samsung, LG, HTC und Acer. Einzig Motorola Mobility, im vergangenen Jahr von Google übernommen, weigert sich noch zu zahlen.

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