Microsoft: Windows XP bleibt trotz Update ein Risikofaktor
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Am 8. April diesen Jahres endete offiziell die technische Unterstützung für Windows XP. Eine Überraschung war das für niemanden, dieser Schritt war seit Jahren angekündigt. Zuletzt zählte ein Countdown auf der Internetseite von Microsoft die Tage, Stunden und Sekunden bis zum Ende des Betriebssystems.

Dennoch wurde in den Monaten vor dem Stichtag deutlich, dass viele den rechtzeitigen Absprung nicht schaffen würden. Zwar ging der Anteil von Windows XP Rechnern im letzten Jahr zurück, er lag bei 37,17 Prozent im Juni 2013. Doch war XP im April weltweit immer noch auf jedem vierten internetfähigem PC installiert. Windows 7 konnte derweil eine kleine Zunahme verzeichnen und macht mit fast 50 Prozent im April 2014 weiterhin den Großteil aus.

Teuerer Umstieg für Kleinunternehmen

Die Frage ist, warum 26 Prozent aller Rechner weiterhin mit XP arbeiten und sich damit einem enormen Sicherheitsrisiko aussetzen. Das Problem wird wahrscheinlich sowohl im Nicht-Erkennen des Risikos, als auch in der praktischen Umsetzbarkeit eines Umstieges liegen. Vor allem für kleinere Unternehmen ist die Situation schwierig: Eine Umstellung ist teuer und aufwendig. Der Kostenfaktor wird noch erhöht dadurch, dass bestimmte Firmensoftware teilweise ausschließlich mit XP kompatibel ist.

Enormes Malware-Risiko trotz Update

Die gleichen Gründe mag auch für eine Vielzahl von Privathaushalten zutreffen. Vielen scheint nicht bewusst zu sein, dass Windows-XP-Rechner Hackerangriffen wehrlos exponiert sind. Sowohl übers Internet, als auch über beispielsweise USB-Sticks kann Malware auf Rechnern problemlos vebreitet werden. Große Unternehmen, auch viele Behörden und Banken, sind das Problem umgangen, indem sie Microsoft Sicherheitsupdates für Windows XP abkaufen. Für kleinere Kunden ist dies aber aus Kostengründen sicherlich keine langfristige Lösung.

Zuletzt überraschte Microsoft mit einem Sicherheitspatch für Internet Explorer – auch für Windows XP. Es soll aber die einzige Ausnahme bleiben, von daher darf man sich darauf nicht ausruhen, ein Wechsel ist unumgänglich.

Die Alternativen sind zahlreich – wechselt besser früher als später und lieber jetzt als nie.

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