Millionenfacher Identitätsdiebstahl durch Botnetze – BSI richtet Sicherheitstest ein
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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat im Rahmen der Analyse von Botnetzen durch Forschungseinrichtungen und Strafverfolgungsbehörden rund 16 Millionen kompromittierte Benutzerkonten entdeckt.

Unter https://www.sicherheitstest.bsi.de kann man überprüfen, ob man von dem großflächigen Identitätsdiebstahl betroffen ist. Allerdings muss man etwas Gedul mitbringen, offenbar ist der Server derzeit (Stand 14:30 Uhr) überlastet.

Bei den kompromittierten Benutzerkonten handelt es sich in der Regel um eine Kombination aus Benutzernamen in Form einer E-Mail-Adresse und Passwort. Das Problem: Viele Internetnutzer verwenden ihre Login-Daten nicht nur für ihren Mail-Account, sondern auch für Benutzerkonten bei sozialen Netzwerken, Online-Shops oder Internetdiensten.

„Die E-Mail-Adressen wurden dem BSI übergeben, damit Betroffene informiert werden und erforderliche Schutzmaßnahmen treffen können“, erläutert das BIS in einer Pressemitteilung.

Auf der oben erwähnten Sicherheitstest-Website kann man seine E-Mail-Adresse eingeben und das BIS gleicht sie mit den Daten aus den Botnetzen ab. Ist die Adresse betroffen, erhält der Account-Inhaber eine E-Mail-Benachrichtigung inklusive Empfehlungen zu erforderlichen Schutzmaßnahmen.

Ist man Opfer des Identitätsdiebstahls geworden, empfiehlt das BIS zwei Maßnahmen:

  1. Der eigene Rechner ebenso wie andere genutzte Rechner sollten auf Befall mit Schadsoftware überprüft werden. In den Empfehlungen des BSI zur sicheren Konfiguration von Windows-PCs ist eine Auswahl an geeigneten Virenschutzprogrammen aufgeführt, die hierfür genutzt werden können.
  2. Anwender sollten alle Passwörter ändern, die sie zur Anmeldung bei Sozialen Netzwerken, Online-Shops, E-Mail-Accounts und anderen Online-Diensten nutzen. Es sollten auch diejenigen Passwörter geändert werden, die nicht zusammen mit der betroffenen E-Mail-Adresse als Login genutzt werden. Dies ist deshalb empfehlenswert, da im Falle einer Betroffenheit die Möglichkeit besteht, dass ein benutzter Rechner mit einer Schadsoftware infiziert ist. Diese kann neben den in den Botnetzen aufgetauchten Benutzerkennungen auch andere Zugangsdaten, Passwörter oder sonstige Informationen des Nutzers ausgespäht haben. Hinweise zur Nutzung sicherer Passwörter erhalten Anwender unter https://www.bsi-fuer-buerger.de/Passwoerter

 

 

Aufmacherbild: High resolution render of an / Botnet Herder Foto via Shutterstock / Urheberrecht: Gunnar Assmy

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