Mit WhatsApp telefonieren – Nutzerzahlen steigen
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Die WhatsApp-Übernahme durch Facebook hat vor allem hierzulande bei vielen Nutzern für Irritationen gesorgt: „Ist unsere Kommunikation durch den beliebten Instant-Messaging-Dienst überhaupt sicher?“. Schließlich gilt Facebook  als eine der größten Datenkraken im Netz.

Instant-Messaging-Dienste wie Threema verzeichneten wenige Tage nach der Bekanntgabe der WhatsApp-Übernahme einen deutlichen User-Zuwachs. Der Run auf alternative Instant-Messaging-Dienste war vorprogrammiert. Wir hatten diese Schweizer Anwendung vorgestellt, die nach der WhatsApp-Übernahme durch ihre verschlüsselte Datenübertragung punkten und in nur 24 Stunden knapp 200 000 neue Nutzer dazu gewinnen konnte. 

Damit hatte Threema ihren User-Pool verdoppelt. 80 Prozent der neuen Nutzer kamen aus Deutschland, so Threema gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Entgegen den Erwartungen vieler Datenschützer hat das Image von aber WhatsApp keinen großen Schaden genommen. Ganz im Gegenteil, die Nutzerzahlen steigen in einem rasanten Tempo. Derzeit nutzen 480 Millionen Kunden die App. 31 Millionen davon allein in Deutschland. 

Mit WhatsApp telefonieren

Diesen Trend dürfte die neue Telefon-Funktion beschleunigen, die WhatsApp in wenigen Wochen launchen will. Jan Koum, Co-Gründer und CEO von WhatsApp, kündigte auf dem Mobile World Congress in Barcelona an, dass WhatsApp bereits im zweiten Quartal eine Telefon-Funktion, die auf Voice-over-IP basiert, erhalten werde. Facebook hatte bereits versucht eine Voice-Over-IP-Funktion auf seiner Plattform zu etablieren – mit mäßigem Erfolg.

Da WhatsApp-Kunden regieren in der Regel viel dankbarer auf neue Funktionen, weil ihre Sozialisierung mit dem Dienst oft stärker ist als mit anderen mobilen Diensten. Das weiß auch Facebook und hat sich mit der  19-MilliardenDollar-Übernahme nicht nur einen erfolgreichen Messaging-Dienst eingekauft, sondern auch treue Kunden.

Die WhatsApp-Telefonie könnte erfolgreicher sein als der missglückte Facebook-Versuch. Schließlich wurden die Nutzer in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt an neue Dienste, wie dem Versenden von Sprachnachrichten oder Videos, herangeführt.

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