Mobile Markt Analyse: Fakten und Trends
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Millennial Media hat aus mehr als zehn Milliarden monatlichen Ad-Anfragen eine Analyse zusammengestellt, die die Besonderheiten der Region Europe, Middle East, und Africa (EMEA) hervorhebt.

Der Report beschäftigt sich mit den Mobile Device Charakteristiken aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) und untersucht das Verhalten der mobilen Nutzer.

Zudem werden Fakten aufgezeigt, um Mobile Developers und Brand Advertisers bei der Entwicklung von erfolgreichen Vermarktungsstrategien zu unterstützen.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Analyse

  • Von aktuell 62 Prozent Mobile User in der EMEA-Region besitzen 20 Prozent ein Smartphone.
  • Europa hat die höchste Dichte an mobilen Benutzern: Ganze 81 Prozent besitzen ein Handy, beinahe die Hälfte davon sind Smartphone-User (42 Prozent).
  • Die höchste Wachstumsrate in Bereich der Smartphone-Adoption, mit durchschnittlich 21 Prozent, ist dem Nahen Osten und Afrika zuzuschreiben.
  • Die Impressions über Android-Devices sind im Vergleich zum letzten Jahr um 13 Prozent gestiegen.
  • Deutschland, Spanien und Russland und sind für den größten Anteil der Android-Impressions verantwortlich.

Herausforderungen und Möglichkeiten für die Vermarktung

Laut Millennial Medias Erkenntnissen, ist EMEA aufgrund der Größe und Vielfältigkeit der Region besonders interessant für Marken und Werbetreibende. Die Lokalisierung von mobilen Kampagnen ist unabdingbar, um erfolgreich User Engagement zu generieren. Werbetreibende sollten sich daher das Mantra „global denken und lokal handeln“ zu Herzen nehmen, wenn man erfolgreiche Advertising-Kampagnen in der Region aufsetzen will.

  • Sowohl für Entwickler als auch Publisher ist es immens wichtig mit Hilfe von Lokalisierung sicherzustellen, dass ihre mobilen Apps oder Webseiten in mehreren Sprachen verfügbar sind.
  • Nicht unwesentlich sind ebenfalls die Unterschiede bei den Netzwerkverbindungen in den verschiedenen Teilen der Region. Speziell im Nahen Osten und Afrika sollte man daher bei der Entwicklung von Apps darauf achten, so wenig wie möglich Daten über die Netzverbindung zu transportieren, um für die Nutzer eine nicht unterbrochene User Experience sicher zu stellen.
  • Die Netzwerkverbindungen der Verbraucher haben größeren Einfluss auf die User Experience als die pure App Usability. Ohne starke Netzwerkverbindungen wird auch die Smartphone Adoption verlangsamt. Um so besser der Zugang der Bevölkerung zu einer anständigen Netzwerkverbindung ist, desto schneller wird auch die Verbreitung von Smartphones voranschreiten.

Entwicklung der Smartphone-Nutzerzahlen bis 2017

Nach Angaben von eMarketer besitzen etwa zwei Drittel der Bevölkerung in EMEA ein Mobiltelefon. Dieser Anteil soll sich jährlich um 5 Prozent erhöhen und im Jahr 2017 bei 71 Prozent liegen. Während einfache Mobiltelefone in EMEA etabliert sind, sagt eMarketer dem Smartphone-Markt ein starkes Wachstum voraus. Aktuell besitzt etwa ein Drittel der Bevölkerung in Europa, dem nahen Osten und Afrika bereits ein Smartphone. Der Anteil an Smartphone-Usern soll durchschnittlich um etwa 19 Prozent jährlich steigen bis 2017 fast 40 Prozent (37 Prozent) der EMEA Bevölkerung ein Smartphone besitzen soll. Westeuropa soll dabei die treibende Kraft darstellen, gefolgt von Mittel-und Osteuropa, dem Nahen Osten und Afrika.

eMarketer: Mobile Phone User EMEA

Bildquelle: Screenshot Mobile Mix™ Report EMEA 2014 S. 3

Trotz der vergleichbar moderaten Wachstumsrate im Bereich der Smartphone-Besitzer, sieht eMarketer eine immense Steigerung der Werbeausgaben voraus. Diese sollen bis 2017 um durchschnittlich immense 543 Prozent steigen. Das stärkste Wachstum der Werbeausgaben wird dabei in Zentral- und Osteuropa erwartet, gefolgt vom nahen Osten, Afrika und Westeuropa.

eMarketer: Mobile Ad Spendings EMEA

Bildquelle: Screenshot Mobile Mix™ Report EMEA 2014 S. 3

Mobile Device Trends

Das United Kingdom (U.K.) führt laut Millennial Media die Liste der Top 10 Länder nach Impressions an. Darauf folgen Deutschland, Spanien Frankreich und Italien. Nach wie vor sind Samsung-Geräte mit 40,1 Prozent am weitesten verbreitet in der EMEA-Region. Apple-Devices folgen mit 30,4 Prozent. BlackBerry (3,59 Prozent), LG (3,07 Prozent) und Sony (2,98 Prozent) bieten sich, mit nur wenigen Prozentpunkten Unterscheid, ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen, um Platz drei der Top-Hersteller in EMEA.

Laut Millennial Medias Auswertung der führenden App-Kategorien gehören die meist benutzten Apps in EMEA zum Bereich Music & Entertainment. Dann folgen Shopping & Retail Apps, Applikationen aus der Kategorie Business & Finance sowie Productivity & Tools. Auf Platz fünf, der meist benutzten mobiln Anwendungen finden sich Games.

Die Auswertung der Engagement-Rates bescheinigt den Bereichen Consumer Gods, Entertainment, Retail, Finance und Automotive die erfolgreichsten Kampagnen.

Die Verbreitung von iOS und Android in EMEA

Zudem hat Millenial Media die Unterschiede in der Verbreitung der mobilen Betriebssysteme iOS und Android in den verschiedenen Ländern der EMEA-Region untersucht. In allen Ländern bis auf das United Kingdom hat Android sehr deutlich die Nase vorn.

Millennial Media: Top Countries EMEA

Bildquelle: Screenshot Mobile Mix™ Report EMEA 2014 S. 6

Für Developer und Publisher wird somit Android als Zielplattform für Apps und Kampagnen immer interessanter. Zwar gelten Android-Nutzer nach wie vor nicht als so zahlungswillig, wie iOS-User. Der Verbreitungseffekt kann über Android allerdings aufgrund der großen Marktanteile effektiver genutzt werden.

Wer sich für weitere Details des Mobile Mix™ EMEA Reports interessiert, kann diesen gegen Angabe von Namen und einer Email-Adresse auf der Website von Millennial Media als PDF herunterladen.

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