Mobile Payment: Asien ist Anführer im M-Commerce
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Mobile Payment gilt in Deutschland noch eher als eine Ausnahme. Wenn sich jemand mit einem Smartphone in der Hand einer Kasse nährt, geht man nicht unbedingt davon aus, dass dieses zum Bezahlen der Ware genutzt werden soll. Während hierzulande Mobile Payment immer noch Zukunftsmusik ist, sieht es in Asien ganz anders aus. Im Vergleich zum Vorjahr weist Asien mit 58 Prozent das stärkste Wachstum im Bereich Mobile Payment auf.

Mobile Payment Index: Asien ist Anführer im M-Commerce 

Adyen, der Omni-Channel-Zahlungen anbietet, stellte die Ergebnisse seines aktuellen weltweiten Mobile Payment Index für den Zeitraum Juli bis September 2014 vor. Der Index, der Daten webbasierter Transaktionen von Adyens Kundenstamm aus mehr als 3.500 Unternehmen erfasst, zeigt, dass die weltweiten Zahlungen über mobile Endgeräte im letzten Quartal 23,3 Prozent aller Online-Zahlungen ausmachten. Im 2. Quartal waren es noch 21,5 Prozent.

Wachstum in Asien am stärksten, Europa bleibt weltweit führend

Weltweit hält Asien mit 17 Prozent der gesamten Online-Zahlungen nun den zweitgrößten Anteil mobiler Transaktionen. Vergleicht man die Zeitspanne zwischen August 2013 und 2014, erfuhr Asien im Bereich Mobile Payment mit 58 Prozent das stärkste Wachstum aller Regionen. 

Im dritten Quartal behält Europa mit durchschnittlich 24 Prozent Anteil an mobilen Zahlungen seine weltweite Führung. Der Kontinent verzeichnete mit einem Wachstum von 34 Prozent zwischen August 2013 und 2014 ebenfalls einen Anstieg beim mobilen Bezahlen. Welt- und auch europaweit führt Großbritannien mit durchschnittlich 41 Prozent mobiler Zahlungen im dritten Quartal. Es folgen die Niederlande und Spanien mit je 26 Prozent, Frankreich mit 18 Prozent und Deutschland mit 16 Prozent. Nordamerika bleibt stabil bei 16,7 Prozent. Lateinamerika bleibt hinter den anderen Regionen und erreicht im letzten Quartal 6 Prozent.

Mobile Autorisierungsraten vor Desktop-Variante


Interessanterweise zeigt der Index, dass die Autorisierungsraten für Online-Bezahlungen von mobilen Geräten im Zeitraum August bis September durchschnittlich höher waren (88,1 Prozent), als die über Desktop getätigten (86,7 Prozent). Außerdem ist der Anteil der von Banken abgelehnten Transaktionen auf mobilen Endgeräten um 1,5 Prozent niedriger als die von Desktop-Transaktionen. Die Zahlen verdeutlichen die Bedeutung von mobile als bevorzugten Absatzkanal und spiegeln sich im Anstieg mobil optimierter Zahlungsprozesse bei Unternehmen wider. 

Vergleich digitaler mit physischen Gütern auf Desktop, Tablet und Smartphone


Der Index untersucht die Spaltung vertikaler Branchen zwischen digitalen Gütern (wie Spielen, Services zum Beispiel Club-Mitgliedschaften, Hotel-Reservierungen und Tickets) und physischen Gütern/Einzelhandel (wie Bekleidung, Möbel, Haushaltsgeräte, Lebensmittel). Die Daten zeigen, dass Konsumenten im dritten Quartal zum Kauf von digitalen Gütern Smartphones öfter als Tablets genutzt haben. Das Gegenteil ist jedoch bei materiellen Gegenständen der Fall: 


  • Digitale Güter: Desktop 72  Prozent, Smartphone 20 Prozent, Tablet 8 Prozent
  • Physische Güter: Desktop 71  Prozent, Smartphone 11 Prozent, Tablet 18 Prozent

Die durchschnittliche Transaktionshöhe physischer Güter ist höher; laut Index liegt sie bei 86,10 Euro. Der Wert für digitale Güter beträgt dagegen nur 26,20 Euro. Dieser Zusammenhang deutet an, dass Konsumenten höherwertige Transaktionen lieber über Tablets abwickeln. Die Tendenz der Verbraucher, physische Güter eher über Tablets als über Smartphones zu kaufen, weist darauf hin, dass größere Bildschirme einen besseren Weg bieten, Gegenstände und Produkte anzuschauen und im Internet zu suchen. 

Smartphone-Anteil steigt, Tablet-Anteil bleibt stabil


Der Index zeigt eine klare Präferenz für Smartphones gegenüber Tablets. 57 Prozent aller mobilen Zahlungen wurden zwischen Juli und September mit Smartphones durchgeführt, 43 Prozent über Tablets. Wie in der Infografik zum Mobile Payment Index gezeigt wird (siehe unten), steigt der Anteil der Smartphone-Transaktionen, während sich die Transaktionen über Tablets einzupegeln scheinen. Auch hier zeigt sich die Verbraucher-Präferenz für größere Bildschirme bei Smartphones und stagnierendem Absatz bei Tablet-Verkäufen. 

Betriebssysteme: iOS vs. Android 


Während iOS im dritten Quartal auf Tablets und Smartphones mit 62 Prozent zu 38 Prozent noch immer vor Android liegt, gewinnt Android Anteile – in Q2 lag der Anteil noch bei 69 Prozent zu 31 Prozent. Auf regionalem Level sieht die Aufteilung im September 2014 wie folgt aus:

  • Nordamerika: 4,3 Prozent aller Online-Bezahlungen wurden auf Android durchgeführt, 11,8 Prozent auf iOS

  • Europa: 8,3 Prozent auf Android, 15,6 Prozent auf iOS

  • Asien: 7,5 Prozent auf Android, 10,1 Prozent auf iOS

  • Lateinamerika: 2,1 Prozent auf Android, 3,3 Prozent auf iOS

Allerdings gibt es auch eine breite Streuung bezüglich der Marktanteile von Betriebssystemen innerhalb der Regionen. Beispielsweise werden in Malaysia, Spanien und Argentinien 69 Prozent, 55 Prozent und 69 Prozent der mobilen Transaktionen auf Android durchgeführt. 

Über den Adyen Global Mobile Payments Index 


Der Adyen Global Mobile Payments Index basiert auf Adyens globalen Transaktionsdaten. Der Index wurde entwickelt, um die Entwicklung mobiler Bezahlsysteme zu analysieren und Erkenntnisse über die Mobile-Payment-Trends verschiedener Geräte, Marktsegmente und Regionen zu liefern. Adyen ist verantwortlich für die Zahlungsabwicklung von mehr als 3.500 mittelständischen und international tätigen Unternehmen. 

adyen mobile payment index 2014

© adyen

 

 

 Aufmacherbild: Flat design style illustration. Smartphone with processing of mobile payments from credit card. Communication technology concept von Shutterstock/ Urheberrecht frescomovie

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