Mobile Video – Marketing-Chancen bei schlechtem Wetter
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Videos werden zunehmend von mobilen Endgeräten geschaut. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Global Video Index für das 2. Quartal 2014. Die Ergebnisse belegen die schnelle Zunahme des Videokonsums auf mobilen Geräten sowie die zunehmende Verbreitung von Premium- und Live-Inhalten über die verschiedenen Displays hinweg.

Bei gutem Wetter schaut man kürzere Videos

Zudem vergleicht der Report auch am Beispiel der Stadt Boston die Internet-TV-Gewohnheiten der Zuschauer. Bei Regenwetter betrachteten die Zuschauer rund 40 Prozent länger Internet-TV.

Bei Sonnenschein verbrachte man weniger Zeit am Bildschirm, rief aber mehr und dafür kürzere Angebote auf. Der mobile Zuschauer bevorzugt unterwegs bei schönem Wetter offenbar kurze Inhalte.

Die Ergebnisse des Global Video Index unterstreichen die Notwendigkeit für Content-Anbieter, neue Formen von Big Data-Analyse und Reichweitenmessungen zu ihrem Vorteil zu nutzen, um das Verhalten des Online-Publikums besser zu verstehen, entsprechende Content-Strategien durchzuführen und den Umsatz so zu steigern.

Internet TV-Wetterbericht

Der Global Video Index für das zweite Quartal 2014 wirft einen Blick auf die unterschiedlichen Multi-Screen-Sehgewohnheiten je nach Wetterlage. Für die Referenzstadt Boston vergleicht der Bericht, wie sich der digitale TV-Konsum bei denselben Videoanbietern in zwei verschiedenen Wochen mit deutlich unterschiedlichem Wetter unterschied. Verglichen wurde eine kalte und regnerische und eine warme und sonnige Woche.

Desktop oder Mobile?

Wie zu erwarten, erlebte der Videokonsum an regnerischen Tagen einen Anstieg, da die Zuschauer wahrscheinlich zu Hause blieben und auf größere Bildschirme umstiegen. Die Leute verbrachten bei Regen 40 Prozent mehr Zeit damit, Videos an Desktops zu schauen, als an sonnigen Tagen. Der Konsum über Tablets stieg ebenfalls um etwa 5 Prozent.

Interessanterweise wurden aber – wenn man die reine Anzahl von Aufrufen vergleicht – in der warmen Woche beinahe sechsmal so viel Videos angesehen als während der kalten Woche. Das zeigt, dass Zuschauer mobile Geräte verwendeten, um Inhalte in kleinen Portionen mobil zu konsumieren, während sie das schönere Wetter draußen, fernab ihrer Geräte mit größerem Bildschirm, genossen.

Die Zukunft des Fernsehens wird mobil

Da schnellere drahtlose Netzwerke für eine Bereitstellung immer größerer Bandbreiten für intelligente Gerät aller Art aufgebaut werden, betrachten immer mehr Zuschauer Internet-TV- Inhalte mobil. Von Ooyala erhobene Daten zeigen, dass sich der Videokonsum über mobile Geräte im vergangenen Jahr auf über 25 Prozent des Online-Videokonsums insgesamt mehr als verdoppelt hat, was einen Anstieg von 127 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und 400 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2012 bedeutet.

Zwischen Februar und Juni 2014 stieg der Anteil des mobilen Zugriffs auf Videos von 21 Prozent auf 27 Prozent. Angesichts der zunehmenden Menge von Videos, die über mobile Geräte verfügbar sind prognostiziert Cisco, dass der mobile Videokonsum bis 2018 69 Prozent des weltweiten Datenverkehrs im Internet ausmachen könnte. Das zeigt die Chancen der Content-Anbieter, Sender und Verlagshäuser, sich auf dem mobilen Kanal eine geschäftsunterstützende Umsatzquelle zu erschließen.

Weitere Highlights des Global Video Index für das 2. Quartal 2014:

  • Zuschauer greifen für längere Unterhaltung auf große Bildschirme zurück. Vor angeschlossenen Fernsehgeräten verbringen sie 81 Prozent der Zeit mit dem Konsum von über zehn Minuten langen Videos.
  • An angeschlossenen Fernsehgeräten verbrachten die Zuschauer 65 Prozent ihrer Zeit mit dem Konsum von Videos mit 30 Minuten oder mehr Länge. Über die Hälfte davon (54 Prozent) waren Inhalte mit mehr als 60 Minuten.
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