MobileTech Conference 2013 – feierliche Eröffnung und Auftakt-Keynote
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Die MobileTech Conference 2013 in München ist offiziell eröffnet. Nachdem der Montag traditionell im Zeichen der Power-Workshops zu Themen wie Android 4, iOS Fundamentals, Mobile Web Apps und Responsive Design stand, gab am heutigen Dienstagmorgen Sebastian Meyen, CCO des Veranstalters Software & Support Media Group, den offiziellen Startschuss im Forum des Holiday Inn City Centre Hotels in München.

Begrüßung

In seiner Begrüßung betonte Sebastian Meyen den mobilen Faktor und seine Wichtigkeit für die Entwicklung des Konferenzprogramms. Denn wir leben und arbeiten konstant online. Bei vielen in der Branche existiert hingegen immer noch die Denke „Wie viele Stunden verbringen Sie täglich im Internet.“ 

Genau deswegen ist es wichtig zu verstehen: „Mobile ist komplex!“

Dies war auch der Leitgedanke der Konferenzmacher. Die zahlreichen Aspekte der mobilen Komplexität sollen sich im Programm der MobileTech Conference widerspiegeln. Da wäre das Thema des mobilen Mehrwerts. Von Location über die Nutzung der in Smartphone eingebauten Sensoren – es geht darum, die originär mobilen Fähigkeiten gezielt auszuspielen und zu nutzen. Darüber hinaus gilt heutzutage mehr denn je, konsequent durchdachte Services anzubieten und Schnellschüsse zu vermeiden. Und natürlich spielen auch die Aspekte User Experience, Performance, Robustheit und Security in den Sessions der MTC eine wichtige Rolle.

MTC Eröffnung Sebastian Meyen
Sebastian Meyen, CCO des Veranstalters Software & Support Media Group, während der Eröffnung der MobileTech Conference Spring 2013 in München. 

Doch Mobile ist inzwischen noch viel mehr. Von Infotainment über Home Automation, Google Glass und Embedded Technologies – der mobile Sektor wird sich auch in den kommenden Jahren stets weiterentwickeln.

Beyond Mobile -Keynote von Andrea Resmini

Apropos Weiterentwicklung: Direkt im Anschluss an die Eröffnung ging es mit der ersten Keynote des Tages weiter. Unter dem Titel „Beyond Mobile“ fragte Andrea Resmini, Vorsitzender des Information Architecture Institute (USA), nach der Rolle von Mobile in einer Welt, die immer mehr Kommunikationskanäle in neue Erfahrungen verwandelt.

Dazu nahm er das Publikum zunächst mit auf eine Zeitreise ins London der 1850er Jahre. Eine Zeit, in der man es für eine gute Idee hielt, die Abwässer von knapp zwei Millionen Menschen in die Themse zu entsorgen. Warum auch nicht? Was als Dünger auf den Feldern für größere Pflanzen sorgt, wird im Wasser zu größeren Fischen führen.

Doch was folgte waren Cholera-Epidemien, die Tausende von Menschenleben kosteten. Erst ein Physiker nahmens John Snow stellte den Zusammenhang zwischen durch Fäkalien verdrecktem Themsewasser und dem Auftreten der Cholera her.

Andrea Resmini
Andrea Resmini während seiner Keynote „Beyond Mobile“.

Aus heutiger Sicht, so Andrea Resmini, muss man sich fragen: Waren die Leute damals eigentlich einfach nur dumm? Oder warum hat man den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen?

Von der Geschichte des cholerageplagten Londons spannte Resmini den Bogen hin zu heutigen Phänomenen, in denen es uns ähnlich ergeht. Beispiel Banking: Egal ob in der Filiale vor Ort, am Telefon, auf der Website oder per App – es existiert keine Verbindung zwischen den Kanälen, man bewegt sich in voneinander abgegrenzten Zellen oder Silos. 

Doch genau diese Denke in Silos, das Nicht-miteinander-verbunden-Sein, verhindert Entwicklung und Erkenntnis. Und was ist die Rolle von Mobile in diesem Gefüge? Mobile, so Resmini, ist der Enabler. Das bedeutet, dass Mobile das Potenzial besitzt, uns in der uns eigenen Version des Cyberspace in die Lage zu versetzen, Ziele zu erreichen und Dienste zu realisieren.

Wir, die Nutzer, sind die Akteure, die im Zentrum von alledem stehen sollen und müssen.

Abschließend gab Resmini dem Publikum noch zwei Ratschläge mit auf den Weg: Sei ein Team Player und spiele deine Stärken aus! Denn Apps sind nicht die Lösung für alles. „Niemand will eine Gazillion Apps auf seinem Smartphone“, so Resmini. „Die Leute wollen Services, es ist ihnen egal, wie sie diese bekommen.“

Nach seiner Keynote haben wir uns mit Andrea Resmini unterhalte: das Interview.

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