E-Commerce

Möbel-Startup Fab kurz vor Verkauf
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Das einst aussichtsreiche aber mittlerweile angeschlagene Designmöbel-Portal fab.com soll in den nächsten zwei bis drei Wochen verkauft werden. CEO Jason Goldberg hat längst ein neues Projekt in Berlin in Aussicht.

Das E-Commerce-Unternehmen Fab.com steht offenbar nun kurz vor dem Verkauf an PCH International. Bereits seit dem Sommer letzten Jahres war die Rede vom Verkauf des einst sehr aussichtsreichen Designmöbel-Händlers Fab. Nun soll der Deal in den nächsten zwei bis drei Wochen über die Bühne gehen, berichtet Recode.

Gewinner von Gestern verliert

Nachdem bereits der Berliner Ableger fab.de geschlossen wurde und weitere 80 bis 90 Jobs in New York auf dem Spiel standen, soll nun auch das Geschäftsmodell grundlegend umgekrempelt werden. Anfänglich begeisterte Fab die Startup-Szene und war 2012 noch eines der am schnellsten wachsenden Jungunternehmen, indem es sich gegen das leidenschaftslose Angebot Amazons brüstete. So konnten bis 2013 ganze 300 Millionen US-Dollar an Investmentgeldern eingefahren werden. Offenbar hatte das Unternehmen jedoch seitdem den Fokus aus den Augen verloren, das Sortiment unvorteilhaft umgestellt und auch zu viel ins Marketing gepumpt, was sich letztlich nicht mehr auszahlen konnte. Schließung des Berliner Standort und Kündigungen waren die Folge.

Abspaltung und Ableger

Der CEO von fab.com, Jason Goldberg, hat bereits sein Augenmerk auf einen anderen Ableger gerichtet: das Berliner High-End Möbelunternehmen Hem, das ähnlich wie IKEA Möbel für die einfache Eigenmontage und Kombination anbietet. Währenddessen soll der „Räumungsverkauf“ von Fab Ende des Monats laut eines Eingeweihten möglichst zügig vonstatten gehen, – damit offenbar nicht noch mehr Verluste anfallen.

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