Motorola stellt Moto X offiziell vor – voerst kein Marktstart in Europa oder Asien
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Seit der Übernahme durch Google im Mai 2012 ist Motorola Mobility noch kein Befreiungsschlag auf dem Smartphone-Markt gelungen. Nach der offiziellen Vorstellung des Moto X gestern wird das auch so bleiben – zumindest außerhalb von Nordamerika. Denn wie es aussieht wird das neue Flaggschiff von Motorola, das in den USA (in Fort Worth, Texas) gefertigt wird, voraussichtlich nicht in Europa oder Asien erhältlich sein. Wie AndroidPolice meldet, hat Motorola verlauten lassen, das Moto X sei ausschließlich für den US-amerikanischen, kanadischen und südamerikanischen Markt gedacht.

In den USA soll das Moto X im Rahmen von subventionierten Mobilfunkverträgen ab Ene August für 199 Dollar bei allen großen Providern verfügbar sein. Die inneren Werte können sich angesichts dieses Preises sehen lassen:

  • 4,7 Zoll AMOLED Display mit 1.280 x 720 Pixel Auflösung (316ppi)
  • Qualcomm Snapdragon S4 Pro Prozessor (Dual Core 1,7 GHz)
  • 2GB RAM
  • 16/32GB interner Speicher
  • 42.200mAh Akku
  • 10MP Kamera hinten, 2MP auf der Front
  • Android 4.2.2
  • Bluetooth 4.0, NFC, WLAN 802.11a/b/g/n/ac

In puncto Features sticht vor allem die Always-on-Funktion des Geräts hervor. Ohne einen Knopf zu drücken, hört das Telefon auf Kommandos und erstellt Erinnerungen, Weckzeiten, macht Routenplanungen oder gibt Auskunft über das Wetter. Es bleibt abzuwarten, wie sich eine solche Funktion auf die Akkulaufzeit auswirkt.

Um die Optik ihres Geräts zu personalisieren, wartet Motorola mit einer Besonderheit auf, die erst dank der Fertigung in den USA möglich geworden sein soll. Danke „unique customization options“ kann man sich sein personalisiertes Moto X zusammenstellen und dann bestellen. Eine Auslieferung soll innerhalb von vier Tagen erfolgen. Die Customization, Motomaker genannt, bezieht sich freilich nur auf farbige Gehäuseschalen. Zu Beginn soll es zwei Farboptionen für die Front geben und 16 für die Rückseite. Auch bei den Materialien soll es in Zukunft Wahlmöglichkeiten geben, unter anderem Schalen aus echtem Holz. 

Alles in allem ein solides Smartphone. Das Argument, das in den USA womöglich die meisten zu einem Kauf bewegen wird, ist das „Made in the USA“ Siegel. Sollte das Gerät doch irgendwann hierzulande auf den Markt kommen, wird es sich allerdings gegen die Apple, Samsung, HTC, Sony und LG Konkurrenz schwer tun, denn ob die umfangreichen Personalisierungsmöglichkeiten auch den Weg nach Europa schaffen, ist eher unwahrscheinlich. Und ohne diese ist das Moto X lediglich ein gutes Mittelklasse-Smartphone.

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