MTC14: Vortrag zu Google Glass Use Cases
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Sven Haiges arbeitet als Technology Strategist bei hybris in München und hat heute den Vortrag „Exploring a Google Glass Prototype“ zu den Einsatzbereichen der Google Glass auf der MobileTech Conference 2014 in München gehalten.

Neue Technologien zu entdecken, diese auszutesten und Anwendungsbereiche dafür zu finden, gehört zu seinem Arbeitsalltag. Dabei konzentriert er sich vor allem auf kommerzielle Use Cases. Auch eine Google Glass landete bei hybris und wurde auf Herz und Nieren getestet.

Alleine die Google Glass nach Deutschland zu bringen, war schon Herausforderung genug. Doch irgendwann war der Prototyp da und wurde zuerst ganz vielen Kollegen zum Ausprobieren und Erfahrungen sammeln aufgesetzt. Das Ergebnis war wenig überraschend – das Gerät polarisiert – manche finden die Glass toll, andere hassen sie und die Glass steht bei Weitem nicht jedem. Man denke nur an die Wortneuschöpfung Glassholes und die Benimmregeln, die Google für die Glass-Träger erstellt hat. Alles verzweifelte Versuche, am Image der Google Glass zu arbeiten.

Google Gless

© Software and Support Media GmbH

So ähnlich denkt Sven Haiges auch und sieht momentan den Einsatzbereich der Google Glass nur in bestimmten Use Cases, die am besten zum Produkt passen. Damit die Glass zu mehr Akzeptanz findet, sollte sie zuerst kontrolliert eingesetzt werden und zwar im geschäftlichen Bereich. Einfach eine Horde mit der smarten Glass ausgestatteter Menschen loszuschicken, sorgt vermutlich nur für kontroverse Reaktionen.

2014 und 2015 wird Google Glass nicht Mainstream sein. Deswegen wollen die Entwickler die Glass für kontrollierte Use Cases einsetzen, sprich, dem Menschen, der mit der smarten Brille arbeitet, wird vorgeschrieben, was zu tun ist.

 Die hybris-Mitarbeiter haben sich vorerst für zwei Use Cases entschieden.

In Store Shopping Assistent 

In Store Shopping Assistent ist nichts weiter als eine digitale Unterstützung beim Einkaufen. In diesem Case hat der Mitarbeiter eines beliebigen Ladens die Google Glass an und aktiviert. Er führt den Kunden durch das Geschäft und findet dank Anweisungen der Glass genau das gewünschte Produkt.

Hat der Kunde eine spezielle App auf seinem Smartphone installiert und seine Wunschliste dort gespeichert, wird er über aufgestellte iBeacons beim Betreten des Stores erkannt und der Mitarbeiter kann gleich sehen, wonach der Kunde sucht.

Smart Picklist  

Hier können mithilfe des Google Glass Development Kits Einkaufslisten erstellt werden, indem man Barcodes mit der Glass einscannt und diese erkannt und gespeichert werden. Im Laden wird die Glass dem Träger dann sagen, wo sich die Produkte befinden, bis die Picklist abgearbeitet ist. Das Google Glass Development Kit ist dafür geeignet, mit dem User in Real Time zu interagieren und ist außerdem Offline-fähig.

google glass

© Software and Support Media GmbH

Bei diesen tollen Anwendungsmöglichkeiten stellt jemand aus dem Publikum eine berechtigte Frage nach der Akku-Laufzeit. Reicht sie tatsächlich für einen 8-Stunden-Arbeitstag. Antwort von Sven: „Nein, aber man kriegst es hin, das Ding irgendwie durch den Tag zu bringen. vier Stunden arbeiten, dann 30 min aufladen und weiter geht’s.“

Man sieht, dass in der Google Glass sehr viel Potenzial steckt, es fehlt aber noch an Alltagstauglichkeit. Es ist also die Frage, wie Sven Haiges auch erläutert, passende Use Cases für die Google Glass zu finden. Dann könnte sie eine echte Hilfe sein.

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