MWC: Blackphone kann vorbestellt werden
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Blackphone-Entwickler gaben, wie versprochen, auf dem Mobile World Congress technische Daten und Preise des hochsicheren Smartphones bekannt. 629 US-Dollar zuzüglich Mehrwertsteuer wird der User für die Sicherheit seiner privaten Daten locker machen müssen. Das Smartphone kann ab jetzt vorbestellt werden.

Datensicherheit ist in der heutigen mobilen Welt ein allgegenwärtiges Thema. Ob der NSA-Spionageskandal oder die umstrittene Facebook-WhatsApp-Fusion – immer wieder sorgen sich die Nutzer um die Sicherheit ihrer privaten Daten.

Umso gefragter sind Geräte und Anwendungen, die Verschlüsselung und sorgfältigen Umgang mit Nutzerdaten versprechen. Im Januar hatten wir beireits darüber berichtet, dass Silent Circle und der spanische Smartphone Hersteller Geeksphone die Markteinführung eines abhörsicheren Smartphones planten, das sowohl Chats als auch SMS und Telefonate verschlüsselt.

Auf dem MWC in Barcelona haben nun die schweizer Entwickler den Verkaufspreis sowie die technischen Daten zum Blackphone der Weltöffentlichkeit präsentiert. Das Smartphone wird 629 US-Dollar zuzüglich Mehrwertsteuer und Versand kosten. Das wären beispielsweise für Deutschland circa 748,51 US-Dollar oder umgerechnet 545 Euro

Eine stolze Summe – so scheint es zunächts. Die Entwickler wollen aber anhand einer anschaulichen Grafik zeigen, dass der eigentliche Wert inbegriffen der Datensicherheit viel höher ist als der Verkaufspreis, nämlich ganze 1508 US-Dollar

Bei der Bestellung des hochsicheren Smartphones bekommt der Nutzer nämlich noch Folgendes „mitgeliefert“:

  • zwei Jahre Anwendungssuite von Silent Circle
  • Jahresmitgliedschaft für drei Freunde oder Familienmitglieder
  • zwei Jahre Nutzungsberechtigung für den anonymen WLAN-Dienst Disconnect (bis zu 1 GB monatlich)
  • zwei Jahre Nutzung des Onlinespeichers bei SpiderOak (bis zu 5 GB monatlich)
  • International Power Adapter Kit

Blackphone

Screenshot: blackphone.ch

Bei den technischen Angaben lässt sich der Hersteller noch Spielraum und gibt formuliert manche Aussagen relativ vage. Der Prozessor beispielsweise soll schneller als 2 GHz sein und vier Kerne haben. Die Auflösung des 4,7 Zoll großen Displays bleibt unbekannt

Als Betriebssystem wird eine PrivatOS genannte Android-Version eingesetzt, welche die Entwickler den Sicherheitsansprüchen entsprechend modifiziert haben.

Blackphone-Nutzern stehen 2 GByte RAM sowie 16 GByte Storage zur Verfügung. Die Bildauflösung der rückseitigen Kamera soll mindestens 8 Megapixel betragen. Zusätzlich hat das Smartphone einen GPS-Sensor

Blackphone ist eben mehr als nur die Gesamtheit der rechnerischen Daten. Die Schweizer Hersteller wollen die Hochsicherheits-Komponente in den Vordergrund bringen. Anhand einer weiteren Grafik zeigen die Entwickler einen direkten Vergleich zwischen einem Standard-Android-Betriebssystem und dem PrivatOS. Hier soll Blackphone durch viele Vorteile punkten wie beispielsweise anonyme Internet-Suche und die gegen Verlust der Privatsphäre gesicherten Anwendungen. Dazu zählen zum Beispiel SMS, Datenaustausch oder auch der Videochat. 

Das Blackphone kann ab jetzt hier vorbestellt werden –  aber wer kauft schon gerne die Katze im Sack?

blackphone

Screenshot: blackphone.ch

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