Vermittlung

Nestpick: Zimmersuche mit Rocket Internet
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Über Nestpick können Geschäftsleute und Studenten für absehbare Aufenthalte Zimmer und Wohnungen suchen. Rocket Internet eröffnet die Online-Vermittlung nun in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Erst vergangene Woche sorgte der Startup-Inkubator Rocket Internet mit einer kostspieligen Beteiligung an dem Lieferservice Delivery Hero für Aufsehen und erweiterte damit sein Portfolio innerhalb der Online-Essensbranche. Vergangenen Freitag hat sich nun zudem bestätigt, dass Rocket Internet die Wohnraumvermittlung Nestpick nach Deutschland bringen wird. Letztes Jahr sind die Samwers in die niederländische Vermittlungsplattform eingestiegen.

In Berlin sind schon Zimmer zu haben

Bereits diese Woche könnten sich auf der Wohnungsbörse Vermieter und kurzfristige Mieter über einen Vertragsschluss einig werden, berichtete eine Sprecherin des Unternehmens gegenüber dem Handelsblatt. Laut Informationen des Spiegels können schon jetzt überteuerte Zimmer und Wohnungen in Berlin kurzfristig gemietet werden. Eine kurze Suchanfrage zeigt, dass Räume ab 370 Euro für zehn Quadratmeter in Berlin zu haben sind. Günstig ist das in der Tat nicht, aber auch nicht maßlos überteuert.

Studenten und Geschäftsleute

Nestpick starten sogleich in acht deutschen Städten; Österreich und die Schweiz stehen auch mit auf der Agenda. Was ein wenig an die private Unterkunftsvermittlung Airbnb erinnert, soll sich allerdings nicht an Touristen richten, sondern beispielsweise an Geschäftsleute, die eine Zeit lang in einer Stadt verweilen, aber dafür nicht in einen regulären Mietvertrag einsteigen wollen. Zudem können auch ausländische Studierende einfacher ein Zimmer hierüber finden.

Halblegale Vermittlungen

Die Wohnungsplattform behält für die Vermittlung eine Provision von der ersten Miete ein. Was sich in den Niederlanden offenbar schon für einige Studenten trotz der zusätzlichen Kosten bewährt hat, soll nun auch in Deutschland Kasse machen. Wer dort sein eigenes Mietzimmer teurer weiter vermietet, sollte aufpassen, nicht von dem Eigentümer beziehungsweise regulären Vermieter erwischt zu werden. Das ganze Konzept der Wohnungsvermittlung ist ohne die Absprache mit dem Eigentümer noch eine halblegale Angelegenheit.

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