Netflix plant Produktion in Deutschland
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Am 16. September soll die deutsche Version des Online-Streaming Dienstes Netflix vorgestellt werden. Das US-amerikanische Unternehmen, das bereits seit 2012 Großbritannien, Finnland, Norwegen, Irland, Dänemark, den Niederlanden und Schweden aktiv ist, sorgte mit der Ankündigung, nun endlich auch in Deutschland anzukommen, für einige Aufregung.

Nun teilte der CEO Reed Hastings in einem Interview mit dem SPIEGEL mit, dass Netflix vorhabe, künftig auch in Deutschland Formate zu produzieren. Allerdings gibt es dafür bisher noch keinen konkreten Plan, vorher wolle Netflix den Markt analysieren und sehen, wie die Angebote wahrgenommen werden.

Ernüchterte erste Reaktionen

Einige User, die einen US-amerikanischen Account besitzen, konnten bereits einen Einblick in die deutsche Version bekommen, wie verschiedene Quellen berichten. Dies soll jedoch eher für Ernüchterung als Freudentaumel gesorgt haben. Die meisten zukünftigen User erhoffen sich sicherlich Zugang zu vielen US-amerikanischen Serien, wie „House of Cards“, „Homeland“, „Orange is the new black“, „Orphan Black“ usw. Es muss aber befürchtet werden, dass das in Deutschland verfügbare Angebote eher eine abgespeckte Version der US-Version mit zusätzlichen deutschen Formaten sein wird. Netflix soll das deutsche Angebot mit „Stromberg“, der „Sendung mit der Maus“, „Mord mit Aussicht“ und diversen Comedyprogrammen bestückt haben. Darin sieht der Dienst anscheinend eine Möglichkeit, dem Ziel, für jedes Land ein, auf kulturelle Vorlieben, abgestimmtes Programm zu liefern. So äußerte sich zumindest der Programmchef Ted Sarandos gegenüber dem SPIEGEL.

Ob Stromberg und Co. nun spezifisch deutscher Geschmack ist, darüber ließe sich streiten, aber das „House of Cards“ exklusiv an Sky verkauft wurde und nicht in der deutschen Version von Netflix zu sehen sein wird, ist ernüchternd. Noch steht das genaue Filme- und Serien Angebot nicht fest, aber es wäre weitere Überlegungen wert, da sonst der Anreiz für viele potentielle User nicht gegeben ist, oder sie weiterhin auf einen US-amerikanischen Account, der über eine VPN Verbindung nutzbar ist, zurückgreifen.

Kosten des Angebots

Die Preise sind natürlich auch schon vorzeitig bekannt geworden und unterscheiden sich nicht allzu stark von den Preisen in den USA. Für ein Gerät in Standardauflösung werden 7,99 Euro im Monat fällig, bei zwei Geräten und HD wird es einen Euro teurer und wer auf vier Geräten in Ultra-HD schauen möchte zahlt 11,99 Euro. Die Konkurenz auf dem deutschen Markt ist dabei eindeutig günstiger. Amazons Video-on-Demand Prime Instant verlangt nur 4,08 im Monat und Snap, das Angebot von Sky, senkte den Preis von 9,90 Euro auf 3,99 Euro.

 

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