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Netzgemeinde twittert #Juno und #NewYorkBlizzard
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Der angekündigte Jahrhundert-Schneesturm in New York ist abgezogen. Was bleibt, ist die Erleichterung und Belustigung der Netzgemeinde in Form vom Memes unter dem Hashtag #Juno und #NewYorkBlizzard.

„Einer der schlimmsten Schneestürme der Geschichte der Stadt“: Mit diesen Worten hat New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio die Einwohner der Millionenmetropole vorgewarnt. Mittlerweile sind alle schlauer. Der große Schneesturm ist ausgeblieben, das zuvor verhängte Fahrverbot wurde wieder aufgehoben und die anfängliche Hysterie im Netz ist allgemeiner Erleichterung und Belustigung gewichen.

Hey Amol, are you OK?

Amol

@Amol Sarva

Während in den deutschen Nachrichten Schlagzeilen über einen Jahrhunder-Blizzard kursierten, wollten wir uns ein eigenes Bild über die aktuelle Lage in New York machen und haben deshalb Amol Sarva von Knotable in New York angeschrieben. Er gibt Entwarnung:

„Es gab deutlich weniger Schnee als erwartet. Der Sturm ist in letzter Minute in Richtung Osten abgedriftet. Es liegen 2,5 Zentimeter Schnee auf der Straße nicht 75 Zentimeter. Auf den Straßen tut sich seit der vergangen Nacht nichts – das äußerst selten verhängte Verkehrsverbot wurde wieder aufgehoben. Auch das mobile Internet hat die ganze Zeit über einwandfrei funktioniert und wir halten uns über http://gothamist.com/ oder dem Twitter Account von Nicholas Thompson vom Magazin New Yorker auf dem Laufenden.

Erleichterung und Belustigung

Nachdem der öffentliche Nahverkehr stillgelegt wurde und de Blasio die Einwohner dazu aufgerufen hatte, zu Hause zu bleiben – es gehe um Leben oder Tod – wurde es auf den Straßen still. Bekanntlich ist New York aber die Stadt, die niemals schläft und weil das Internet ohne Unterbrechungen funktioniert – wird es eben auf Twitter und Co. plötzlich ganz laut. Der vorhergesagte Monstersturm ist zu einem kleinen Shitstorm mit dem Hashtag #NewYorkBlizzard #Juno gewandelt.

 

Naturkatastrophen und Social Media

Das Potenzial, das bei solchen Naturkatastrophen im Netz und ganz speziell in den sozialen Netzwerken schlummert, hat sich im Sommer 2013 gezeigt, als hierzulande mehrere große Flüsse über die Ufer traten und weite Flächen überfluteten. Damals waren die Timelines voll von Posts mit Hochwasserbezug. Behörden hielten im Web die Bürger über die aktuellen Entwicklungen in den Katastrophengebieten auf dem Laufenden.

Freiwillige Feuerwehren aktivierten via Facebook Helfer für das Füllen und den Aufbau von Sandsäcken oder das Auspumpen von Kellern. Das Netz war voll von Hilfsangeboten. Ähnlich wie nun bei #Juno und #NewYorkBlizzard etablierte sich auf Twitter ein eigener Hashtag: #hochwasser. Evakuierungsmaßnahmen, Pegelstände oder Verkehrsinfos wurden der Öffentlichkeit über den Kurznachrichtendienst mitgeteilt. Twitter selbst hatte dazu den Blogeintrag “#Hochwasser – Die Jahrhundertflut auf Twitter” verfasst, in dem eine Vielzahl von #hochwasser-Tweets gesammelt wurden.

Wäre der Sturm Juno schlimmer ausgefallen, dann hätten uns unter dem Hashtags #Juno und #NewYorkBlizzard andere Informationen ereilt, als wir sie nun betrachten können.

 

Aufmacherbild: NEW YORK CITY – FEBRUARY 13, 2014: Snow blizzard weather in Manhattan Times Square via Shutterstock / Urheberrecht: blvdone

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